…muesste es nicht eigentlich "Autokorsi" heissen? :-)
Fussball WM 2010, Achtelfinale: Deutschland gewinnt im ewigen Fussballklassiker gegen England diesmal mit 4:1. Ein nicht-gegebenes (aber tatsaechlich eindeutiges) Tor fuer die Englaender haette in der ersten Spielhaelfte den Ausgleich zum 2:2 markieren und dem Spiel vielleicht eine Wende zugunsten der Englaender geben koennen. Doch viele bezeichnen das, was letztendlich passiert ist, als "ausgleichende Gerechtigkeit" fuer das Wembley-Tor von 1966. Letztendlich spricht das hohe und tatsaechlich auch verdiente Endergebnis eine eindeutige Sprache. Das sollte natuerlich wieder Folgen haben. Wenige Minuten nach dem Abpfiff fuellten sich die Strassen in Guetersloh mit hupenden Autos, der so produzierte Laermpegel konnte es wohl locker mit den Vuvuzela-Troeten in den suedafrikanischen Stadien aufnehmen. Die Polizei zeigte Praesenz, griff aber nur da ein, wo es wirklich noetig war. Manche Leute lehnten sich sprichwoertlich und in doppelter Hinsicht zu weit aus dem Fenster. Manch andere nutzten die Gelegenheit, sich und ihr Auto auf "prollige" Art und Weise in Szene zu setzen. Sowas muss nicht sein, doch unter dem Strich blieb alles friedlich…
Allerdings scheinen viele "Squaddies", wie die jungen, englischen Soldaten, die hier stationiert sind, gerne mal genannt werden, ihre Grenzen manchmal zu ueberschaetzen oder schlicht und ergreifend nicht zu kennen. Sie saufen sprichwoertlich bis der Arzt kommt und sind bis dahin vor allen Dingen eines: laut! Auf dem Stadthallenvorplatz waren an diesem Tag einige Vertreter zu beobachten, die saufend und groehlend (und natuerlich mit nackten Oberkoerpern) den dortigen Brunnen bevoelkerten und der ein- oder anderen Dame ein mehr oder weniger unfreiwilliges Bad verschafften. Dabei war es interessant zu beobachten, dass das alles sehr ploetzlich -quasi auf Knopfdruck- passierte, denn zunaechst waren diese Leute absolut ruhig und "normal". Gevatter Alkohol vereinnahmte sie dann aber letztendlich alle. Auch in Paderborn soll es zu aehnlich-unschoenen Szenen am dortigen Stadtbrunnen gekommen sein (NW-Artikel hier). Das sind die Schattenseiten der Fussball-Euphorie.
Wenn Angehoerige der britischen Armee beispielsweise von ihren Vorgesetzten sich so daneben benehmend in der Oeffentlichkeit gesehen werden, wartet auf sie normalerweise eine saftige Disziplinarstrafe. Doch die "MP" (Military Police), die ebenfalls in der Innenstadt anwesend war, schien an diesem Tag etwas ueberfordert gewesen zu sein. Nun ja, gluecklicherweise spielen Deutschland und England nicht oft gegeneinander. Was bleibt, ist die Erinnerung an ein faires Fussballspiel an einem schoenen Sommertag…
Professionelle Musikaufnahmen sind heutzutage ohne Computer nahezu undenkbar. Trotzdem ist die "richtige" Hardware dafuer nach wie vor oftmals ziemlich speziell und – teuer. Aufwendige Soundkarten kooperieren mit vielen, angehaengten Audiokomponenten und ebenso aufwendige Software erzeugt Zusatzeffekte, synchronisiert, mastert, steuert usw. Doch auch mit vergleichsweise "primitiven" Mitteln sind schon recht ordentliche Ergebnisse erzielbar.
Ein normaler Computer "von der Stange" kann, wenn er nicht gerade voellig unterdimensioniert ist, einiges bewirken. Die CPU sollte auf der Hoehe der Zeit sein, wenigstens zwei Gigabyte RAM und eine ausreichend-grosse Festplatte sollte er schon beherbergen. Aehnlich wie die Grafikkarte bei Videospielen ist bei Musikproduktion die Soundkarte des Rechners die wichtigste Komponente. Die Exemplare, die schon im normalen Betrieb keinen ordentlichen Klang liefern und gerne mal vor sich hin rauschen, sollten durch eine herkoemmliche Karte auf mindestens Soundblaster-Niveau ersetzt werden. Die allermeisten modernen OnBoard-Chips -wie z.B. der "Realtek High Definition Audio"- sind eigentlich ganz gut brauchbar. Zwar ist das auch nur ein "Behelf", doch das, was die Hardware nicht vermag, kann durch sanftes Software-Tuning realisiert werden.
Viele kennen das bestimmt: Ein angeschlossenes Midi-Keyboard reagiert oftmals nur verzoegert. Nach dem Anschlag einer Taste auf der Klaviatur ertoent der zugehoerige (im Rechner erzeugte) Ton nur zoegerlich. Das macht wiederum Echtzeit-Aufnahmen (z.B. zu einem separat-abgespielten Spurplayback) zunaechst nahezu unmoeglich. Hier greift der kostenlose "Asio4All" -Treiber helfend ein, denn diese sogenannten "Latenzzeiten" koennen hiermit sehr einfach angeglichen werden. Desweiteren liefert der Treiber Software-Aufsaetze fuer Aufnahme und Wiedergabe, die ebenfalls zu einer fluessigen Arbeitsweise beitragen. Klanglich verbessert der Treiber allerdings nichts.
In Verbindung mit diversen Musikbearbeitungsprogrammen wie z.B. "Reason" oder "Samplitude" funktioniert das tadellos und ist nahezu unerlaesslich, wenn man kein "richtiges" Tonstudio besitzt. "Kost ja nix" :-) => Download von der Asio4All-Homepage
Schon vor einigen Jahren gab es ein sehr verbraucherfreundliches Gerichtsurteil, nach dem vorhandene PrePaid-Guthaben im Mobilfunkbereich nicht mehr verfallen duerfen. Bis dato mussten die jeweiligen Handys auch bei sonstiger Nichtbenutzung in regelmaessigen Zyklen finanziell aufgeladen werden, um weiterhin benutzt werden zu koennen.
Im Jahr 1999 kam hier das erste "Handy" ins Haus. Es war ein Kombipaket: Motorola Kommunikationsknochen mit 10 DM D1-Gespraechsguthaben fuer 99 DM. Das war damals ein sehr gutes Angebot und diese Kombination sollte fuer die folgenden Jahre auch gute Dienste leisten. Doch die Zeit brachte irgendwann bessere Tarife bei anderen Anbietern und auch eine neue Handynummer, ueber die bis heute der Loewenanteil der hiesigen Telefonkommunikation laeuft. Das alte Handy wurde danach nur noch selten benutzt und da noch genuegend Gespraechsguthaben auf dessen alter T-Mobile-"XtraCard" vorhanden war, wurde diese lange nicht mehr aufgeladen. Mehr als 22 Monate nicht, um genau zu sein. Nun kam eine SMS von T-Mobile:

"Lieber Kunde,
hiermit kuendigen wir mit Frist von 1 Monat ihren Xtra Vertrag.
Moechten Sie den Vertrag fortsetzen, laden Sie bitte bis dahin ihre XtraCard auf."
Das verwunderte schon, denn -wie gesagt- eigentlich darf altes Gespraechsguthaben nicht mehr verfallen. Also liess ich mich mal wieder auf das "Abenteuer Warteschleife" der mobilen Telekomiker ein und nachdem der Roboter mit weiblicher Stimme seine Sprueche beendet hatte, war tatsaechlich ein richtiger Mensch am anderen Ende zu hoeren. Seinem Akzent nach zu urteilen muss der Anruf irgendwo nach Ostdeutschland gegangen sein. "Ja, das ist eine systemgenerierte Meldung, die nach 22 Monaten des Nichtaufladens automatisch greift", toente es auf der anderen Seite. Die Anmerkung, dass das doch laut Gesetz mittlerweile illegal sein duerfte, wurde mit dem Hinweis quittiert, dass in solchen Faellen das Restgeld an den Teilnehmer bzw. Eigentuemer ausgezahlt wird, der Vertrag an sich aber auslaeuft und die damit verbundenen Dienstleistungen verfallen. Der tatsaechlich doch recht freundliche Telefonmann stornierte diese Prozedur diesmal und sagte: "Sö, jetzt haben Sie wieder ein Jahr Ruhe."
Gut. Ziel erreicht. Und bis dahin wird das alte Nokia bzw. dessen Karte sowieso wieder aufgeladen werden muessen. Doch was bleibt, ist mal wieder ein fader Beigeschmack und die erneute Erkenntnis, dass so gut wie nichts ist, wie es zu sein scheint…
"Tee, Earl Grey, heiss!" Mit diesen Worten tritt Captain Jean-Luc Picard vom "Raumschiff Enterprise" an eine quadratische Luecke in der Wand. Ein sphaerisches Geraeusch ertoent und ploetzlich steht darin eine Tasse mit dampfendem Tee. In Gene Roddenberry’s Star-Trek-Welt von ueber-uebermorgen ist das alltaeglich und voellig normal. Die Star-Trek-Fernsehserien haben viele Dinge, die uns heutzutage begleiten, schon vor etlichen Jahren quasi "vorhergesagt" (siehe hier und hier).
Die neuartigen 3D-Drucker haben das Zeug, zu Urahnen dieser noch fiktionalen Replikatoren zu werden. Auch wenn sie komplexe Strukturen nicht replizieren koennen, so ist es mit ihnen dennoch moeglich, aus vorhandenen Rohmaterialien (wie z.B. Plastikmasse oder Gips) Modelle zu formen, die auf entsprechenden Modellentwuerfen auf dem angeschlossenen Computer basieren, was beispielsweise fuer Architekten oder Zahnaerzte interessant sein duerfte. Zudem wird die Weiterentwicklung solcher Projekte unter anderem auf Open-Source-Basis vorangetrieben, was die ersten, groeberen Exemplare sogar heute schon einigermassen erschwinglich macht.
(…) Seit Kurzem jedoch gibt es in den USA Starterkits, die 3-D-Druck schon für einige Hundert Dollar ermöglichen. Die privaten Tüftler und Bastler in den USA, die „Early Adopters“, wähnen sich in einem futuristischen, Star-Trek-ähnlichen Paradies des Eigenbaus. (…) Die entstehenden Plastikteile sehen im Vergleich zu ihren nahezu perfekten Pendants aus professionellen Maschinen wie dem sehr genauen Acryl-3-D-Drucker etwas grob aus. Doch das Gleiche galt für die Druckergebnisse der ersten Nadeldrucker auch. (…) Quelle: Artikel bei Welt.de
In wenigen Jahren wird auch diese Technologie ihre naechste Evolutionsstufe erreicht haben und dann koennte es erstmalig richtig spannend werden, wenn z.B. fehlende Plastikteile irgendwelcher Geraete oder Bordamaturen von Autos passgenau mit der kleinen Fabrikkiste auf dem heimischen Schreibtisch hergestellt werden koennen. Und irgendwann werden komplexere Strukturen ebenfalls zuhause reproduzierbar sein, auch des Captain’s Lieblingstee…