Plattenspieler mit USB – Anschluss gibt es schon laenger. Meistens handelt es sich dabei um irgendwelche "Plastikbomber", deren blosser Anblick jedem HiFi-Fan, dem das Wohlergehen seiner Vinylschaetze am Herzen liegt, die Traenen in die Augen treiben muesste…
Im Prospekt der Firma "ELV Elektronik", der der aktuellen Ausgabe der Amateurfunkzeitschrift "CQ DL" beiliegt, wird jetzt ein Walkman-artiges Geraet angeboten, mit dessen Hilfe das Digitalisieren alter Tonbandcassetten vereinfacht werden soll. Eine naheliegende, innovative Idee! Das Geraetchen kann via Batterie oder USB mit Strom versorgt werden und ein "normaler" Walkmanbetrieb ist natuerlich ebenfalls moeglich. Doch die Musik kann auch direkt via USB auf den PC/Mac geschaufelt werden, wobei die Cassette aufgrund von Autoreverse nicht umgedreht werden muss. So gesehen: Tolle Sache!
Wenn da nur nicht der Preis waere. Knapp 50 Euro soll der Spass kosten und dafuer bekommt man mittlerweile z.B. bei eBay locker ein "richtiges", ordentliches Cassettendeck. Sofern noch vorhanden, reicht der alte Stereo-Cassettenrekorder ebenfalls fuer Digitalisierungszwecke aus, wenn man sich z.B. nicht scheut, dessen Tonknopf durch das meistens sowieso vorhandene Loch mittels kleinem Schraubenzieher akustisch auf die jeweilige Cassette einzujustieren, um die wirklich bestmoegliche Abtastung fuer das einmalige, digitale Resultat zu erzielen. Ansonsten kostet ein normaler, einigermassen brauchbarer Cassettenwalkman neu nur zwischen 5 und 20 Euro. Angeschlossen an z.B. einen PC mit passender Software (z.B. "Audacity") reicht so ein Teil ebenfalls voellig aus.
Trotzdem: Als "All In One – Loesung" ist der "ION Audio Tape Express" sicherlich interessant…
"Warum knackt niemand mehr die Millionenfrage?" fragt die "Welt" in einem Artikel vom 17.02.2010. Tatsaechlich scheint es schon ziemlich lange her zu sein, dass der Konfettiregen im Studio der RTL-Ratesendung "Wer wird Millionaer" losgelassen wurde. Ausgenommen davon sind die "Prominentensendungen", die aber aufgrund verhaeltnismaessig leichterer Fragen nicht unbedingt mitzaehlen.
Wer nicht nach dem Motto "Ich bin mit nichts gekommen und kann zur Not auch ohne Verlust wieder gehen" auf dem Stuhl gegenueber von Guenther Jauch Platz nimmt, ist weniger risikofreudig und hat oftmals genau kalkuliert, was letztendlich dabei herausspringen muss. "Sie wollen ein neues Auto, die Wohnung renovieren oder eine Australienreise mit der Familie unternehmen. Sie rechnen sich vorher aus, wie viel das kostet und konzentrieren sich auf diesen Betrag."
Leidet die Risikofreudigkeit der Kandidaten unter der allgemeinen Wirtschaftslage oder druecken die Macher selbst auf die Spesenbremse? "Die Fragen sind nicht schwerer geworden“, sagt Moderator Jauch. „Aber es gibt immer seltener die spielfreudigen Draufgänger, die entweder etwas riskieren oder einfach ihrer ersten Intuition trauen und nicht jede kleine Unsicherheit mit einem oder gar mehreren Jokern zu eliminieren versuchen.“
Der geneigte Zuseher mag vielleicht denken, dass der Zufallskandidat nichts zu verlieren hat und mutig drauflos raten koennte. Wenn der aber selbst im Studioscheinwerferlicht einen kuehlen Kopf bewahrt und seine eigene Situation nicht aus den Augen verliert, geht das zu Lasten der Attraktivitaet der Sendung. Stellt sich die Frage, was besser ist…
Da steht man auf dem Postamt -sorry: in der DHL-Filiale- mit einigen im Zuge diverser Auktionen und Aktionen anfallenden Paketen und Paeckchen und wundert sich ueber die ziemlich hohe Endsumme, die fuer die Versendung der gesamten Nutzlast zu entrichten ist. Da liegen doch einige Euros zwischen dem errechneten und dem tatsaechlichen Betrag, denn die DHL hat mal wieder die Preise erhoeht. Ein stinknormales Paeckchen kostet jetzt satte 4,10 Euro (soviel hat zu DM-Zeiten der Versand eines Riesenpakets gekostet) und ein Paket mit einem Gewicht zwischen 10 und 20 kg sogar 10,90 Euro. Ziemlich happig und vor allen Dingen dann auch aergerlich, wenn die Tarifseite der DHL erst im Nachhinein aktualisiert wurde, nachdem man dem eBay-Kaeufer noch die alten Gebuehren berechnet hatte. Draufzahlen ist also angesagt. Aehnlich aergerlich ist es auch, wenn -wie auch vor gar nicht allzu langer Zeit wieder geschehen- ploetzlich die zulaessigen Hoechstmaße fuer Briefe oder Paeckchen wieder einmal geaendert werden…
Nachdem eBay die Zwangsoption, kostenlosen Versand in einigen Kategorien anzubieten, mittlerweile durch Porto-Obergrenzen ersetzt hat (also zurueckgerudert ist), wird das Auktionshaus wieder einmal von der Aktualitaet eingeholt. Ein Paket, welches mehr als 10 kg wiegt, passt nicht mehr in diese "neue" Obergrenze von sieben Euro. Der Verkaeufer muesste hierbei auch wieder knapp vier Euro draufzahlen, wenn er beispielsweise ein 12-kg-Paket mit (s)einer CD-Sammlung anbietet…
Die aktuellen DHL-Preise gibt es hier zu sehen.
"Wer 2,5 Millionen Euro für eine CD bezahlt, darf ja wohl ein anspruchsvolles Cover erwarten."
Eben. Und deswegen hat die "Welt" einige bekannte Kuenstler um ein jeweils adaequates Artwork gebeten. Als Beispiel hier das Werk von Dirk Rudolph (Rammstein / Element Of Crime), der das legendaere "Never Mind The Bollocks" – Cover der "Sex Pistols" als Vorlage nahm.
Die weiteren Ergebnisse sind hier zu sehen, sie sind erstaunlich und amuesant zugleich. Wenn doch nur der Anlass nicht so ein trauriger waere…