Des iPad’s Opa

28. Januar 2010 Kommentare ausgeschaltet

Apple hat das "iPad" vorgestellt. Es ist optisch ein "iPhone XXL", technisch gesehen eine Art Tablet-PC mit beruehrungsempfindlichen Bildschirm. Die Apple-Juenger haben also mal wieder nettes Technikfutter bekommen…
Das Video der Praesentation mit Steve Jobs liess hier sofort wieder Erinnerungen an "Star Trek" aufkommen, denn im Grunde genommen haben die Macher der verschiedenen Fernsehserien aus dem Hause Gene Roddenberry dieses "iPad" schon vor vielen Jahren prophezeit, man erinnere sich an die Pads, die die Captains oftmals entgegennahmen, um dann mit wichtiger Mine darauf herumzutippen (siehe hier!).


"Die kleinen, quadratischen Scheiben, die z.B. Dr. McCoy oftmals in den rasselnden Computer schob, koennten vom Format her einer MiniDisc gleichen", heisst es in einem aelteren Artikel dieser Webseite. Vielleicht waren diese bunten Quadratscheiben auch die Ur-Ahnen der Compact-Flash-Karten und somit der mobilen, statischen Speicher. Die "Kommunikatoren" gleichen heutigen Klapp-Handys und das "Beamen" ist auf Mikroebene auch schon Realitaet. Also dann: Weiter geht’s…

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Fenstern im Fenster

25. Januar 2010 Kommentare ausgeschaltet

Via Twitter kam dieser Hinweis von Johnny Haeusler. Um das alte "Windows-3-Feeling" aufleben zu lassen, bedarf es nicht unbedingt einer virtuellen Maschine oder der DosBox, denn ein Fan des alten 16-Bit-Dos-Aufsatzes hat dessen Oberflaeche nun auf seiner Webseite per Java und HTML nachempfunden. Somit "laeuft" Windows 3.1 ohne Installation im Browser. Zitat Spreeblick: "Ironischerweise kriegt man mit dem Internet Explorer nur einen eingeschränkten Funktionsumfang…" :) Nette Spielerei…

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Spielfeld-Spam

22. Januar 2010 Kommentare ausgeschaltet

Vor Jahren sah man die ersten Boxer im Fernsehen mit aufgemalten Webadressen auf dem Ruecken. Mit zunehmender Dauer des Boxkampfs verschmierten diese immer mehr. Ein unaesthetischer Anblick, der irgendwie auch was "Prolliges" an sich hatte…

Im Zeitalter, wo traditionelle Namen von Fussballstadien auf der Suche nach neuen Werbe-Einnahmequellen zu oftmals gekuenstelt-schlecht klingende "Arenen" mutieren und normale Bandenwerbung oftmals schon durch staendig wechselnde Inhalte auf als Banden fungierende Flachbildschirmreihen verdraengt wurde, ist es daher leider (!) nicht so abwegig, ein Spielfeld selbst zur Werbeflaeche umzufunktionieren. Auch bei der derzeitigen Handball-Europameisterschaft ist dieses Phaenomen zu beobachten:

Es ist stoerend und irgendwie unangebracht. Ebenso das lautstarke Abspielen von irgendwelchen Mitgröhl-Sequenzen aus einschlaegigen Ballermann- und Partysongs selbst in den kuerzesten Spielpausen. Da geht das Urtuemliche doch irgendwie verloren, "Stadionhits" werden programmiert. Frueher haben Leute wie "Manolo" noch ohne ausgefeilte Technik Stimmung in die Bude gebracht. Werbung-Werbung ueber alles…

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NormCast 157

19. Januar 2010 Kommentare ausgeschaltet

Ein Gespraech mit dem Liedermacher Purple Schulz ueber alte Radio- und Fernsehzeiten, Stunksitzungen, Chancen im Internet, Plattenfirmen, Hits und vieles mehr. Aufgenommen am 29.12.2009 in Guetersloh.

Gratis-MP3-Direkt-Download : NormCast Episode 157 vom 18.01.2010

Links:

Homepage von Purple Schulz
Purple Schulz bei MySpace

Purple Schulz in Guetersloh
Altes Video: "Snäk Snäk" in der Live-Uptempo-Version
Ben Schulz – Purple’s Sohn
Die Koelner Stunksitzung
Video: "Wegen dem Brauchtum" aeltere Aufnahme von 2006

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Bin ich schon draussen?

13. Januar 2010 Kommentare ausgeschaltet

Ein Schimpfwort aus frueheren, internetten Tagen lautet: "Zugangssoftware". Ohne die ging frueher zunaechst wenig, nahezu jeder Internetprovider versuchte, dem Kunden zunaechst ein eigenes Portal vorzusetzen, mit dem er sich im Idealfall identifizieren sollte. "Bin ich schon drin? – Das ist ja einfach" wunderte sich Boris Becker als Werbe- und Sympathietraeger fuer "America OnLine", kurz AOL, noch vor ungefaehr zehn Jahren innerhalb eines populaeren Werbespots. Tatsaechlich trafen die Macher damit den beruehmten Nagel auf den Kopf, denn fuer Unbedarfte war AOL tatsaechlich ziemlich einfach gestrickt und sprichwoertlich "oberflaechlich".

Nach dem Einloggen erschien eine (in spaeteren Jahren leider mit Werbung ueberschwemmte) Zugangsmaske, die das Internet als solches zu integrieren versuchte. Das, was heutzutage normal ist, naemlich das direkt eine selbstdefinierte Startseite erscheint, waere damals nahezu undenkbar gewesen. Auch andere Provider stellten ihre Login-Prozeduren entsprechend so um, dass zunaechst die Heimseite des Providers selbst erschien. Die Kunden wollten das nicht, fanden oftmals "Umwege" und gluecklicherweise haben die allermeisten Anbieter mittlerweile gelernt und entsprechend reagiert.

Waehrend bei AOL noch fleissig die Fleurop-Fensterchen aufpoppten, konnte man anderweitig direkt und zunaechst unbehelligt ins Netz gehen. Teure Werbeaktionen wie das Ueberfluten der Kunden-Postkaesten mit Zugangs-CDs fuehrten eher zur Belustigung der Internetgemeinde, denn diese CDs wurden vielerseits nicht ihrem eigentlichen Verwendungszweck zugefuehrt und es gab unendlich viele Bastelbeispiele im Netz. Sie dienten als Eiskratzer, Blitzer-Blenden oder Tuerstopper und wurden im Rahmen einer grossangelegten Sammel- und Protestaktion eines Tages sogar tonnenweise per LKW zur AOL-Zentrale gebracht und dort ausgekippt…

Ich war auch mal AOL-Kunde. Ganz am Anfang. Und jetzt, da Hansenet ("Alice") vor ein paar Jahren das AOL-Endkundengeschaeft aufgekauft hat, bin ich es streng genommen wieder, aber gluecklicherweise ist von all dem, was AOL damals ausgemacht hat, nichts mehr zu bemerken, denn Alice hat AOL in bester Borg-Manier assimiliert. Doch frueher, da war AOL absolut dominant bzw. versuchte, es zu sein. Der selige "Netscape Navigator" war der angesagte Browser schlechthin. Ziemlich schnell war man dem Werbe-Treiben der "AOLler" und ihrem proprietaer-beiinflusstem IP-Protokoll ueberdruessig und verfluechtigte sich ins Linux-Lager. Linux und AOL? Das ging zunaechst gar nicht. Ein Anruf bei der dortigen Hotline bestaetigte den Verdacht: "Nein, sie MUESSEN die Zugangssoftware installieren, sonst klappt es nicht. Mit Linux kommen sie wohl nicht weit, aber ehrlich gesagt kennen wir uns hier damit auch nicht aus." Tja… mit WINE und etwas Frickelei ging es dann doch, aber das habe ich denen dann nicht mehr verraten. Die hiesige AOL-Aera waehrte ohnehin nur kurz…

In Deutschland verlieren die restlichen, ca. 140 Mitarbeiter nun ihre Arbeitsplaetze, auch einige Standorte in anderen europaeischen Laendern sowie in den USA werden geschlossen. AOL stirbt.

Woran hat’s gelegen?
"AOL hat das Netz nicht verstanden", schreibt die Sueddeutsche in einem lesenswerten Artikel.

(…) Doch Schuld am folgenden Niedergang trug auch das klassische Mediendenken, von dem sich die Verantwortlichen nicht lösen konnten (…) Die Verantwortlichen träumten zu lange von einer Plattform, die so viel bietet, dass die Nutzer sie niemals verlassen müssen – auch noch, als Google mit seiner Suche das Netz bereits endgültig dezentralisiert hatte und die Nutzer in alle Richtungen verstreute. (…) Schon damals gab das Unternehmen weltweit die Strategie aus, nun eine Plattform für Inhalte sein zu wollen und sich über Werbeerlöse zu finanzieren. Doch mehrere Chefs konnten das Deutschlandgeschäft nicht in die Spur bringen, beim Aufstieg der sozialen Netzwerke blieb AOL diesseits wie jenseits des Atlantiks Zuschauer. (…) Mit AOL Deutschland ist ein Internet-Pionier gescheitert, der in einem Zeitalter der Veränderungen zu lange die Zeichen der Zeit übersah. (…)

Friede seiner digitalen Asche…

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