Waeren die "Kuechenchefs", die im Fernsehsender VOX aktiv sind, nicht ausgerechnet nach Guetersloh gekommen um das alteingesessene "Mam’s" im Ortsteil Hollen aufzupeppen, waere unsereins wahrscheinlich nie ueber diese Sendung gestolpert. Doch schon vor vielen Jahren wurden viele nette Stunden dort verlebt und daher war ein gewisses Grundinteresse an dieser TV-Episode freilich gegeben.
Die einzige Koch-Sendung, die gerne mal verfolgt wurde, war bisher "Rach, der Restauranttester" (RTL). Die Idee und Umsetzung dieser Sendung war und ist innovativ sowie interessant, wenn auch nicht unfehlbar, aber letztendlich "ist es ja nur Fernsehen", wie man so schoen sagt. Doch die Parallelen, die die VOX-Kuechenchefs zu Christian Rach’s Sendung (und deren britischer Vorlage) aufweisen, sind erschreckend-frappierend. Das gefilmte Geschehen rund um das "Mam’s" wirkte wie eine Mischung aus diversen, aelteren Rach-Folgen. Nachtraegliche Anmerkung: Im Kommentarbereich wurde mittlerweile zurecht angemerkt, dass die Rach-Sendung eigentlich der Nachzuegler ist…
Das Essen wird getestet, die Kueche wird beanstandet, natuerlich gereinigt und auf Kosten des Senders teilweise neu eingerichtet, die Aufgaben und Qualifikationen der Mitarbeiter werden in Frage gestellt bzw. neu definiert und letztendlich folgt die Einschwoerung des neu ausgerichteten Teams auf die neue Ausrichtung des Restaurants. Gespickt wird das Ganze mit kleinen Schicksalsgeschichten z.B. rund um den Gastwirt, der sich nicht selten in finanziellen Schwierigkeiten befindet. Diese Elemente fanden sich nahezu vollstaendig in dieser "Kuechenchefs"-Folge wieder. Diese wiederum wirken "wichtig", aber auch kumpelhaft, doch ihre Dialoge kommen leider oftmals ziemlich gestellt-aufgesetzt daher. Dennoch entbehrt das Ganze nicht einer gewissen Grundfaszination nebst Sympathie und ausserdem bleibt ja alles in der Familie, denn VOX gehoert zur RTL-Gruppe…
"Die Revolution hat begonnen" troetete Roberto, der italienische Wirt des "Mam’s" mittels Megaphon aus dem Bulli der "Kuechenchefs" waehrend einer Fahrt durch die Guetersloher Fussgaengerzone. Das war die Werbeaktion fuer die Neu-Eroeffnung am Abend. In den hiesigen Lokalmedien war hingegen bis dahin wenig bis kaum etwas zu hoeren oder zu lesen. Erst relativ kurz vor der Ausstrahlung dieser Sendung gab es diverse Berichte darueber. In den naechsten Tagen wird das "Mam’s" sicherlich einigen Zulauf bekommen, es sei dem sympathischen Team von Herzen gegoennt! Doch ob die Massnahmen der "Kuechenchefs" dauerhaft fruchten, wird wie fast immer die Zeit zeigen. Die "Pizza Kalbzone" und die "Lammsagne" sind aber bestimmt mal einen Versuch wert :)
"Big Buck Bunny" ist ein frei und legal herunterladbarer Computeranimationsfilm aus dem Jahr 2008. Das Besondere daran ist, dass dieser Film ausschliesslich mit freier Software erstellt wurde und das keine grosse Firma à la "PiXar" oder Disney dahinter steht. Trotzdem duerften die aus vielen Laendern stammenden, zahlreichen Macher von "Big Buck Bunny" deutlichst von den kommerziellen Vorbildern beeinflusst worden sein. Der ungefaehr zehnminuetige Film kommt ohne ein einziges Wort aus und zeigt einen dicken Riesenhasen, der sich mit ein paar Widersachern auseinandersetzen muss. Das Ganze ist witzig und teilweise richtig gemein :)
Der Film kann in verschiedenen Formaten kostenlos heruntergeladen werden. Die Bandbreite erstreckt sich von "ganz gross" (HD, 1920*1080 Pixel, ca. 800 MB) ueber "normal" (1280*720, ca. 320 MB) bis "kleiner" (854*480 Pixel, ca. 200 MB). Die Groessenangaben beziehen sich auf die jeweilige MP4-Version. Es gibt auch Varianten fuer den iPod und ein vollstaendiges DVD-Image. Hier wurde die MP4-Version mit 1280*720 Pixel geladen, sie ist qualitativ absolut ausreichend! Viel Spass…
Ein Schredder ist eine praktische Sache. Vor allen Dingen dann, wenn man sich zu Jahresbeginn voller guter Vorsaetze in Aktionen stuerzt, die man schon gefuehlte Ewigkeiten vor sich hergeschoben hatte.
In diesem Fall war es das Durchsehen alter Akten und das Vernichten von altem Papierballast.
Aus den Augen – aus dem Sinn. Sehr befreiend… :)
Unerfreuliches (alte Knoellchen etc.) wurde ebenso in den Schlitz des 15-Euro-Vernichters gesteckt wie auch Rechnungen oder Prospekte z.B. alter Geraete, die nie gekauft wurden, mittlerweile nicht mehr existieren oder durch andere ersetzt wurden. Und dabei war es hochinteressant, ja teilweise sogar erschreckend zu beobachten, wie kostspielig diverse Dinge frueher einmal gewesen sind, die man heute wesentlich preisguenstiger erstehen kann. Manches ist aber auch verhaeltnismaessig stabil geblieben…
Das interessanteste Beispiel war eine 40-Gigabyte-IDE-Festplatte, die im Jahr 2001 in einem Bielefelder Computer-Discounter noch 444 DM kostete. Die Reparatur (!) eines Philips HiFi-Stereo-Videorecorders kostete 1994 schlappe 455,50 DM, ein FIC-Notebook mit Pentium 233 MMX-Prozessor, 32 MB RAM und 2,1 GB Festplatte schlug 1999 mit 2610 DM zu Buche. Ein Amoisonic DVD 8506F DVD-Player, dessen Eigenschaften heutzutage von fast jedem 30-Euro-Billigverhau getoppt werden, kostete 2001 noch 448 Deutsche Muecken :)
Auch fuer Funkamateure waren alte Dokumente dabei: Ein Kenwood TS-450 S/AT brachte es 1994 auf 3.648.- DM, ein Packratt PK-232 auf 485 DM. Ein YAESU FT-847 kostete vor 10 Jahren 4300.- DM und sein Urgrossvater, der FT-747 verschlang 1993 bei einem damaligen Gummersbacher Funkhaendler 1899 DM (mit FM-Einheit!). Die Pruefungsgebuehr beim "Bundesamt fuer Post und Telekommunikation" (BAPT) in der Aussenstelle Muenster betrug 1994 fuer die Amateurfunklizenzpruefung 40.- DM.
TUX, der Linux-Pinguin, kostete als Plueschausgabe im Jahr 1998 bei der Firma S.u.S.E. noch 64 DM. Er hat bis heute ueberlebt…