Klaenge des Universums

1. Mai 2009 Kommentare ausgeschaltet

Es traegt einen grossen Namen, das neue Album von Depeche Mode:
"Sounds Of The Universe". Nach knapp vier Jahren melden sich die kultigen Synthesizerakrobaten zurueck. Die CD hat hier schon einige Runden im Auto gedreht, aber irgendwie vermag sie nicht so zu zuenden wie beispielsweise "Yes", das juengste Werk der Pet Shop Boys. Liegt’s vielleicht daran, dass Letztgenanntes aufgrund seiner musikalischen Leichtlebigkeit besser zum Autofahren taugt? Wer weiss.

Selbst beim Nachhoeren im trauten Heim faellt es schwer, einzelne Titel des neuen DM-Albums hervorzuheben, denn es plaetschert irgendwie so dahin – wenn auch auf einem ordentlichen Niveau. Das Zuhoeren verfaellt ueber die Spielzeit in eine Art Beilaeufigkeit, da die wirklichen Hoehepunkte fehlen. Richtig langweilig wird’s aber auch nicht unbedingt…

Die Sounds erinnern wieder staerker an einschlaegige Werke aus alten Tagen, aber manchmal verirrt sich das Ganze auch hier wieder in einem beilaeufigen Geplaenkel.

"DEN" Hit, der besonders hervorsticht, sucht man vergebens. Auch "Wrong", die erste Auskopplung, duerfte auf den kommenden Livekonzerten eher verblassen, denn "dann geben Klassiker wie "Enjoy The Silence" und "Everything Counts" den Takt vor. Songs wie "Wrong" bleibt da höchstens noch die Statistenrolle." (Quelle: Laut.de).

"Sounds Of The Universe" ist keine schlechte Platte, wird in der Depeche-Mode-Historie aber eher als Ganzes ueberleben und nicht unbedingt mit herausragenden Single-Charterfolgen aufwarten.

Nochmal Laut.de:
"Licht und Schatten liegen bei den 13 Tracks mitunter dicht beieinander.
"Sounds Of The Universe" verzückt weder, noch verschreckt es."
=> Exakt.

KategorienMusik

Der letzte "Shepherd’s Pie"

28. April 2009 Kommentare ausgeschaltet

Der "Schaeferkuchen" ist ein traditionelles, englisches Essen. Die untere Schicht wird aus Hackfleisch gebildet, darueber befindet sich eine Art Kartoffelpueree. Im hiesigen "Irish Pub" schwimmt es in leckerer, brauner Sosse und wird -natuerlich- mit quietschgruenen Erbsen garniert. Das Ganze ist sehr lecker, aber kein "Sommeressen". Am vergangenen Sonntag gab es daher zum vorlaeufig letzten Mal den "Shepherd’s Pie" in "Patrick’s Irish Pub" am Stadthallenvorplatz und der ortsansaessige Musiker Roger Clarke-Johnson liess ihn sich sichtlich schmecken. Da passt es ganz gut ins Bild, dass der Kuechenbereich des Irish Pub mit Wirkung zum ersten Mai 2009 in andere Haende gegeben wird. Der Inhaber Patrick Dudding und seine Frau Katrin werden sich auf das Kerngeschaeft ihres Pubs konzentrieren, dem Ausschank der vornehmlich irischen Getraenke.

Das Essen wird zukuenftig von Roger Hovell und seinem Vater Jerry zubereitet werden. "Hovell’s Kitchen" kommt mit einer aufgestockten Speisekarte daher, die auch jenseits der traditionellen, englisch-irischen Gerichte einiges in unterschiedlichsten Preisklassen listet. Somit wird es auch einige Gerichte "fuer den kleinen Hunger" geben, die natuerlich preisguenstiger sind als wie ihre grossen Brueder. Pizza, Schnitzel und diverse Tagesgericht-Aktionen sollen das Ganze abrunden. Der traditionelle "Fish & Chips" geht dabei natuerlich nicht verloren…

Roger Hovell hat sich u.a. schon im Kuechenbereich der "Weberei" einen guten Namen gemacht. Die dortige, reichhaltige Palette ist zum grossen Teil auf ihn zurueckzufuehren. Sein Vater Jerry bewirtschaftete jahrelang das ehemalige "Golden Years" an der Herzebrocker Strasse, an dessen Stelle heutzutager leider "nur" noch eine Baeckerei vorzufinden ist. Auch als Musiker hat Jerry sich einen Namen gemacht.

Vater und Sohn Hovell werden die Kueche von "Patrick’s Irish Pub" in Eigenregie betreiben und gerade jetzt im herannahenden Sommer sicherlich fuer die ein- oder andere kulinarische Ueberraschung sorgen…

War das jetzt Werbung? Bestimmt auch… Aber wer soll sonst darueber schreiben, wenn nicht die wohlgesonnenen Gaeste… :-)

KategorienLokales

Religion oder Ethik

27. April 2009 Kommentare ausgeschaltet

In Berlin wurde am vergangenen Wochenende darueber abgestimmt, ob die Schueler kuenftig zwischen dem bisherigen Pflichtfach "Ethik" und dem Religionsunterricht waehlen duerfen oder nicht. Das Ergebnis: Alles bleibt wie bisher…

Der Religionsunterricht in den Schulen war und ist nicht unumstritten. Schon frueher (soll hier heissen: in den 80er-Jahren) erfolgte eine schnelle Unterteilung in "evangelisch" und "katholisch", die auch den Loewenanteil der jeweiligen Klassen erfasste. Es gab zwar noch sprichwoertliche "Einzelfaelle" (wie z.B. Mitglieder der "Zeugen Jehovas"), die nicht in diese Kategorien hineinpassten und die im Normalfall eine Freistunde geniessen durften, aber andere Gruppierungen fielen rein quantitativ wenig bis gar nicht ins Gewicht. Das Privileg der Freistunde (welches zumindest von vielen Schuelern als solches empfunden wurde) wich dann in der Oberstufe der generellen Freiwilligkeit des Religionsunterrichts.

"In Großstädten wächst eine muslimische Unterschicht, die dringend weltanschauliche Orientierung braucht, und es wäre fatal, gerade diese Jugendlichen von andersdenkenden Altersgenossen zu trennen, wenn es um interkulturelle Konflikte geht." (Quelle: Sueddeutsche.de).

Den Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wer legt fest, wie eine "dringend weltanschauliche Orientierung" auszusehen hat und wer masst sich an, sie jemandem aufzudraengen? Die Loesung kann nur sein, eine moeglichst neutral-objektive und vor allen Dingen SACHLICHE Veranschaulichung der einzelnen Religionsstrukturen in den Schulen durchzufuehren. Wenn aber einer religioesen Gruppe eine andere Anschauung quasi aufgedraengt werden soll, dann ist das zurecht diskussionswuerdig. Und noch schlimmer waere es, wenn dieses durch eine andere religioese Gruppe geschehen sollte…

In meiner Schulzeit war der Religionsunterricht meistenteils freiwillig. Bei der Bundeswehr gab es waehrend der Grundausbildung auch die Moeglichkeit, Diskussionsrunden mit einem Geistlichen waehrend der Dienstzeit abzuhalten – ebenfalls auf freiwilliger Basis. Leer sind die Raeume nie geblieben…

Im Zeitalter von ueberfuellten Stundenplaenen werden sich viele Jugendliche aber doch eher an Freistunden und frueherem Schulschluss zugunsten der Freizeit erfreuen als wie zusaetzlichem Religionsunterricht beizuwohnen. Es sei denn, es ist ein ehrliches Interesse daran vorhanden. Eine Vorab-Trennung solcher Religionsgruppen in der Schule ist allerdings suboptimal, denn der Grat zwischen Objektivitaet und Missionierung ist gerade im Falle von Religionsunterricht ziemlich schmal.

KategorienDiverses

Nix Neues im Laendle…

24. April 2009 Kommentare ausgeschaltet

Es gab mal eine Zeit, als der Radiosender NDR 2 noch nicht die Ansicht propagierte, dass das Leben durch ihn erst beginnen wuerde ("NDR2 – Und das Leben beginnt") und zumindest ab und zu noch unbekannte Bands aus dem Sendegebiet vorstellte. Ich koennte mich heute noch aergern, dass die TDK-SA-90-Cassette, deren A-Seite das NDR-2-Radiokonzert mit der Gruppe "The Land" beherbergte, irgendwie schon vor Jahren mit einem Grossteil der restlichen Cassettensammlung weggegangen ist…

Die Musik dieser norddeutschen Band hatte mich im Jahr 1992 aufhorchen lassen. Handgemachte, gute Pop- und Rocksongs, manchmal kantig, manchmal mit eingaengigen Melodien. Das Album "Tumbleweed" mit den Songs "Nobody Else" oder "Round Round" wanderte daraufhin sofort ins heimische CD-Regal. 1993 folgte der Nachfolger "Ixelles", der u.a. durch die dort enthaltene, aeusserst gelungene Coverversion des alten "Three Dog Night"-Klassikers "Mama Told Me Not To Come" bekannt wurde, aber auch weitere Perlen wie "Let it rain" oder "Tainted Heart" beinhaltete. 1995 kam "Sometimes Confusion" heraus, das meines Wissens nach letzte Studioalbum des Trios.

Warum hoert sich dieser Beitrag tatsaechlich nach "gefaehrlichem Halbwissen" an? Ganz einfach, weil es so ist. Versucht mal, den Begriff "The Land" zu googeln :-) Saemtliche Webadressen auf den alten CDs funktionieren ebenfalls nicht mehr. Trotzdem: Die Musik ist auch heutzutage noch hoerenswert, sie bewegt sich irgendwo zwischen Fury In The Slaughterhouse, Del Amitri, Fools Garden oder Terry Hoax.

Zu den "Furys" besteht sogar eine Beziehung, denn Stephan Gade, einer der drei "The Land"-Bandmitglieder, hat bei Kai Wingenfelder (u.a. Saenger von "Fury") mitgespielt. Roland Spremberg, "The Land"-Saenger, tat dies ebenfalls und war darueber hinaus auch fuer Sasha, Christina Stuermer, A-ha oder unlaengst fuer "Polarkreis 18" taetig. Der Dritte im Bunde, ein gewisser Martin Langer, ist mir bisher in der internetten Welt nicht untergekommen (der hier wird es wohl kaum sein… oder doch? :))

Man sieht also, dass diese Leute nach wie vor anscheinend nicht so ganz untaetig sind. Das bislang letzte, richtige Lebenszeichen der Band gab es im Jahr 2001, als bei Polydor die Compilation "Changing Colours – Changing Minds" erschienen ist. Diese war auch mir bisher voellig entgangen, wurde aber unlaengst entdeckt und liegt nun hier vor. Sie bietet wirklich einen netten Querschnitt durch die alten Alben und zudem einen "neuen" Song (wenn man bedenkt, dass der "erst" acht Jahre alt ist). "Open Up" bildet gleichzeitig den Auftakt des Samplers, klingt aber irgendwie nicht so richtig nach "The Land", erinnert eher an "Life Is A Rollercoaster" von Ronan Keating ;) Zum Schluss gibt es eine bislang unveroeffentlichte Demo-Version ("Time Long Past"). Dazwischen liegen 18 feine und hoerenswerte Musikstuecke einer anscheinend laengst vergessenen Combo, der der wirklich grosse Erfolg versagt geblieben ist. Schade eigentlich…

KategorienMusik

Aus Alt Wird Neu

22. April 2009 Kommentare ausgeschaltet

Ein Commodore 64 mit SD-Kartenleser? Doch, so etwas gibt es mittlerweile. Ein amerikanischer Bastler hat einen alten, sogenannten "Brotkasten" zu einem Laptop umgebaut und das Ergebnis ist wirklich faszinierend. Der eigentliche "Atari-Freak" tut sich mit den C64-Befehlen zwar noch etwas schwer, hat aber ein schoenes Einzelstueck gefertigt. Dem wiederum fehlt zwar das legendaere 1541er-Floppylaufwerk im handlichen Schrankformat, aber via SD-Karte (die zum einen zweifelsohne ein Stilbruch ist, zum anderen trotzdem eine Bruecke zur Gegenwart schlaegt) werden die Programme viel schneller in den antiken Rechner geschaufelt. Also: Load "NormCast",8,1 :-)

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KategorienComputerkram