Jeder bitte nur ein Kreuz

27. November 2008 Kommentare ausgeschaltet

Die Comedytruppe Monty Python zaehlt schon seit Jahrzehnten zu dem Besten, was die britische Insel in punkto Lustigkeit zu bieten hat. Die TV-Serie "Monty Python`s Flying Circus" ist auch heute noch ein Anlaufpunkt fuer enthusiastische Fans der englischen Sprache und Filme wie "Das Leben des Brian" (aus dem natuerlich das obige Zitat stammt) sind nach wie vor Kult.

Monty Python teilen aber mit anderen Kultfilmern das Schicksal, dass diverse Ausschnitte aus diesen Werken bei YouTube & Co. oftmals in einer gruseligen Bild- und Tonqualitaet unauthorisiert auftauchen. An dieser Stelle holen die Pythons nun zum Gegenschlag aus:

"For 3 years you YouTubers have been ripping us off, taking tens of thousands of our videos and putting them on YouTube. Now the tables are turned. It’s time for us to take matters into our own hands. We know who you are, we know where you live and we could come after you in ways too horrible to tell. But being the extraordinarily nice chaps we are, we’ve figured a better way to get our own back: We’ve launched our own Monty Python channel on YouTube. (…) But we want something in return. None of your driveling, mindless comments. Instead, we want you to click on the links, buy our movies & TV shows and soften our pain and disgust at being ripped off all these years."

Richtig so! Frei nach dem Motto: Kannst Du Deinen Feind nicht besiegen, dann verbuende Dich mit ihm! Und das machen John Cleese & Co. vorbildlich, denn zum einen verlieren sie auch in Wortbeitraegen wie dem hier zitierten nie ihren typischen Wortwitz und zum anderen sind die von ihnen eingestellten Videos auch via "HQ" (High Quality)-Funktion abrufbar. Das macht Spass…

Also: Ein Besuch auf Monty Python`s YouTube-Channel ist Pflicht!

Das bekannte "Always Look On The Bright Side Of Life" findet sich uebrigens hier

KategorienMedien

OH YEAH! Blues-Festival

26. November 2008 Kommentare ausgeschaltet

Der Ausspruch "OH YEAH" wurde urspruenglich von niemand geringerem als Muddy Waters gepraegt. Der bekannte Bluesgitarrist Michael Van Merwyk hat sich dieses Motto fuer ein Bluesfestival ausgesucht, welches am kommenden Samstagabend, dem 29.11.2008, in die nunmehr zweite Runde gehen wird. Michael ist ebenfalls ein gern gesehener Gast bei den hiesigen "BarFly"-Events an jedem zweiten Donnerstag im Monat in der Weberei hier in Guetersloh, verbindet ihn doch vor allen Dingen mit Gerry Spooner eine langjaehrige Freundschaft und musikalische Seelenverwandtschaft.

Im Vorfeld dieses Ereignisses habe ich mich mit Michael im Wiedenbruecker "RoadHouse" getroffen, wo wir ein kleines Audiogespraech gefuehrt haben, welches von "Guetersloh TV" mitgefilmt wurde und hier mittlerweile auch zu sehen ist. Da vor diesem Event am Samstag aber weder ein Podcast noch eine Radiosendung meinerseits anstehen, stelle ich den aktuellen Teil des Gespraechs hier schonmal vorab auf die Seite zum Anhoeren und zum Herunterladen: (die darin hoerbare Gitarre spielt MvM uebrigens hoechstselbst…)

Kostenloser MP3-Download (2 MB / 4 Minuten Spielzeit)

Update vom 27.11.2008:
Das ausfuehrliche Gespraech mit MvM ist mittlerweile als Video ebenfalls bei GueterslohTV veroeffentlicht worden. Hier der Link dorthin. Eigentlich wuerde reines Audio dafuer voellig ausreichen (denn dafuer war das Ganze eigentlich auch gedacht), aber wenn die Kamera samt Herrchen schonmal vor Ort ist… :))

…und hier folgt der Pressetext…

Michael van Merwyk präsentiert:
OH YEAH!-Festival 2.0

Nach dem Erfolg der ersten Auflage des „OH-YEAH!"-Blues-Festivals im Wiedenbrücker RoadHouse hat Initiator Michael van Merwyk für die Fortsetzung wieder befreundete Blues-Musiker zu sich nach Ostwestfalen geladen. Seiner Einladung zur Session „OH YEAH! 2.0“ folgten auch diesmal wieder verschiedene Musiker-Kollegen, die seit Jahren für Blues in all seinen Facetten auf höchstem Niveau stehen. Stand das erste Festival im Mai unter dem Motto „Blues-Guitar-Edition“, heißt es am 29. November „Bluesnight Special“.

Dann erwartet alle Blues-Fans im RoadHouse ab 21 Uhr kraftvolle Musik von Tommy Schneller an Mikrophon und Saxophon, Horst Bergmeyer (Keyboard, Gesang), Christoph „Jimmy“ Reiter (Gitarre, Gesang), Olli Gee (Bass), Björn Puls (Schlagzeug) und dem Gastgeber Michael van Merwyk (Gitarre, Gesang). Als Special Guest gesellt sich an diesem Abend Doug Jay. Der aus Washington DC stammende Blues- und Rock´n´Roll-Musiker tourt derzeit mit seiner Band durch Deutschland und wird das Publikum im RoadHouse vor allem mit seinem Spiel an der charakteristischen Blues-Harp (Mundharmonika) begeistern.

OH YEAH!-Festival2.0
29.11.2008 / ab 21 Uhr / RoadHouse, Rheda-Wiedenbrück


Ensemble:
Doug Jay (Blues Harp / Gesang)
Tommy Schneller (Saxophon / Gesang)
Horst Bergmeyer (Piano / Gesang)
Jimmy Reiter (Gitarre / Gesang)
Michael van Merwyk (Gitarre / Gesang)
Olli Gee (Bass)
Björn Puls (Schlagzeug)

KategorienLokales, Musik

Again: USA only…

25. November 2008 Kommentare ausgeschaltet

Karaoke ist eine Sache, die unsereins -wenn ueberhaupt- eigentlich nur im volltrunkenen Zustand ertragen kann. Wenn sich aber dann auf einer Plattform wie "MySpace.com" diverse Bands dazu ermuntern lassen, die Songs anderer nachzusingen, dann waere das in Einzelfaellen doch mal einen Klick wert. Das die User selbst auch singen duerfen, lassen wir mal absichtlich aussen vor :)

Aber: Wir leben mal wieder im Sperrgebiet, denn auch an diesem Beispiel zeigt sich, dass das Internet immer mehr zum RegioNet wird. Die Funktion ist fuer Leute ausserhalb der USA mal wieder nicht verfuegbar. Auch vereinzelte Fernsehserien, die mittlerweile via YouTube abrufbar sind, bleiben den Leuten im alten Europa vorenthalten. Und warum? Alle Welt spricht von Globalisierung, aber in diesem Fall wird trotzdem mal wieder virtuelles Kleinbuergertum grossgeschrieben. Vor allen Dingen wegen der f*****g Lizenzpolitik…

KategorienMedien

Das Gute muss her…

24. November 2008 Kommentare ausgeschaltet

Irgendwie bildet man sich -trotz vereinzelt besserem Wissens- ein, dass man eine Band unterstuetzt, indem man ihre CD kauft. Das war frueher wirklich so, heutzutage werden in vielen (kommerziellen) Faellen oftmals spezielle Vertraege zwischen Label und Band geschlossen, bei denen das letztendliche Absatzvolumen des Albums und/oder der Single(s) relativ nebensaechlich ist (siehe Robbie Williams und EMI). Aber das sind Dinge, die nach aussen hin so gut wie nie ersichtlich sind.

Frueher wurden Schallplatten auf Cassetten aufgenommen und diese machten dann in der Schule die Runde. Das war nichts anderes als Filesharing von Anno Dunnemals… Heutzutage werden CDs oder MP3-Dateien verliehen bzw. zugemailt. Alles schoen und gut, denn die Plattenindustrie kann und darf nicht erwarten, dass jeder wirklich jeden Song bzw. jedes Album (das gefaellt) auch gleich in vollem Umfang kaeuflich erwirbt.

Und selbst dann, wenn sich jemand ein Album beispielsweise aufgrund einer Leihgabe aus dem Freundeskreis kopiert hat und diese Kopie wiederum an jemand anderen weitergibt (egal, ob physikalisch oder virtuell), ist das eigentlich etwas, das zur Verbreitung der Musik massgeblich beitraegt. Wenn dann wiederum ein gewisser Prozentsatz der Rezipienten das entsprechende Werk auch tatsaechlich kauft (oder auf das Konzert geht) und/oder in weiteren Kreisen, auf Partys usw. durch das blosse Sympathiebekunden und Vorspielen quasi "promoted", dann ist genau dieser Prozentsatz ein Zugewinn gegenueber den traditionellen Verbreitungs- und Absatzwegen fuer Musik. Die Musikindustrie hat das mittlerweile zumindest ansatzweise erkannt…

Trotzdem ist der Schreiber dieser Zeilen in gewisser Hinsicht noch traditionell eingestellt. Aufgrund der jahrelangen Vorliebe insbesondere fuer das Sammeln von Vinylsingles (und notgedrungen spaeter das Sammeln der Maxi-CDs) werden in jedem Jahr zumindest die Songs physikalisch auf CD (neu!) gekauft, die einen besonderen, persoenlichen "Impact" gehabt haben, soll heissen: die mich "gepackt" haben (obwohl Maxi- bzw. Single-CDs verhaeltnismaessig teuer sind). Die bisherige Top 3 des Jahres 2008 sieht daher so aus:

Meistens laufen diese CDs nur wenige Male, denn sie wandern nach dem Kauf sofort als MP3 in die virtuelle Jukebox. Die zugehoerigen Alben werden oftmals online gehoert und in nur seltenen Faellen noch als optische Plastikscheibe geordert. Vinylausgaben sind mittlerweile und groesstenteils viel zu kostspielig geworden. An dieser Stelle werden qualitativ-ordentliche (und DRM-freie) Downloads zu fairen Preisen deutlichst bevorzugt. Ausser wie gesagt bei den Werken, die einen im positiven Sinne "so richtig gepackt haben"…

Allerdings sind die Zeiten der ueppig-ueberfuellten CD-DVD-Regale irgendwie auch schon wieder vorbei, oder? Frueher wurden, wenn es in den Urlaub ging, so ungefaehr 10 Audio-CDs mit in die Reisetasche gestopft. Heutzutage wird die Unter-100-Euro-USB-Festplatte mit der gesamten heimischen Audiothek locker mitgenommen. Das hat auch irgendwie was. Der wirklich-audiophile Teil verbleibt in den heimischen vier Waenden, naemlich auf den Original-CDs oder Schallplatten der Bands, die sich dieses (individuelle und natuerlich subjektive) Privileg des traditionellen Ab- und Zuhoerens via Stereoanlage verdient haben…

KategorienMedien, Musik

Quo vadis, Bewegungsfreiheit?

22. November 2008 Kommentare ausgeschaltet

Es ist definitiv ein massiver Einschnitt in die persoenliche Bewegungsfreiheit. Und der Sinn des Ganzen ist umstritten. Viele meinen (und teilweise ist das auch schon belegt), dass Umweltzonen, die Feinstaubemissionen mindern sollen, ueberhaupt keinen positiven Effekt bringen. Ein am gestrigen Abend ausgestrahlter Fernsehbericht bei "Focus TV" unterstreicht diese These in eindrucksvoller Art und Weise. (Leider ist er noch nicht online verfuebar…)

Die Plakettenpflicht ist doch nichts anderes als eine weitere Einnahmequelle fuer Stadtsaeckelverwalter und Knoellchenschreiber/innen. 40 Euro und einen Punkt in Flensburg kostet der "Spass" immerhin, wenn man ohne Plakette in einem dieser "Sperrgebiete" erwischt wird. Umweltzonen bewirken, dass nur ca. 10% von wiederum ca. 1% Gesamtanteil des Feinstaubaufkommens durch diese Massnahmen verhindert werden koennen. Und dafuer sollen die Leute ihre Fahrzeuge teilweise fuer ueber tausend Euro pro Auto umruesten und trotzdem noch befuerchten muessen, dass sie am naechsten Tag nicht dorthin fahren duerfen (!), wo sie hin wollen oder muessen. Das ist mal wieder berechnete, aufoktruierte, europaeische Willkuer, die dem Individuum erneut ein Stueck Lebensqualitaet wegschnappt. Die generelle Lebensqualitaet in den Staedten selbst wird so nicht gesteigert werden koennen.

Das Ganze jetzt detailliert aufzudroeseln wuerde den Rahmen eines Blogeintrags sprengen (und es waere zuviel Schreibarbeit :)), da hilft nur: Weiterlesen:
Artikel bei Welt.de – Wissenschaft
Dicke Luft um Umweltzonen
Artikel beim Tagesspiegel
Diskussion bei Ciao.de

KategorienDiverses