Schrecksekunden…

11. Juni 2007 Kommentare ausgeschaltet

Sonntagabend, Formel-1-Rennen in Kanada. Das schoene Wetter verleitete aber trotzdem nicht dazu, alleine zuhause vor dem TV abzuhaengen. Man sitzt gemuetlich mit ein paar Bekannten im Biergarten, in der angrenzenden Kneipe wird das Rennen per Videobeamer an die Wand geworfen. Mit einem Auge erhascht man den ein- oder anderen Blick. Auf einmal geht ein richtiger Aufschrei durch die Menge und alles schaut gebannt zu. Ein spektakulaer aussehender Unfall des polnischen Piloten Robert Kubica endet fuer diesen gluecklicherweise glimpflich. Unglaublich, wenn man sich das Autowrack ansieht. Die Ingenieure haben bei ihren Bemuehungen, das Fahrerrisiko durch Stabilisierung der Pilotenzelle zu verringern, in den letzten Jahren wirklich geniale Arbeit geleistet. Hut ab…

KategorienDiverses

G8 – Herbert`s Musikberg

8. Juni 2007 Kommentare ausgeschaltet

"Groenemeyer`s Rockgipfel" war eine Musikveranstaltung, die am Frohnleichnahmstag am Rande des G8-Gipfels bei bestem Wetter in Rostock stattfand. Zuvor wurden schon einige Vergleiche zu "Woodstock" gezogen, was allerdings gaenzlich uebertrieben war bzw. ist.

Waehrend "Woodstock" ein unorganisiertes Festival war, welches von den ueberraschend-eintreffenden Menschenmassen quasi "ueberrollt" wurde, handelte es sich bei dieser Veranstaltung in Rostock um ein wohlgeplantes und koordiniertes Spektakel, welches in musikalischer Hinsicht allerdings einiges an Qualitaet vermissen liess. Obwohl sich dieses Urteil -und das muss man fairerweise erwaehnen- lediglich aus dem ca. 90-minuetigen TV-Zusammenschnitt der ARD gebildet hat.

"Hebt die Arme", "die Arme hoch", "wo sind die Arme…", dazu oftmals reggae-angehauchte Klaenge von in hiesigen Breitengraden meistens unbekannten Musikern wie z.B. Peter Miles aus Uganda. Youssou N`Dour aus dem Senegal trat ebenfalls auf. Im knallgelben Gewand gab sich der mehrfache Preistraeger, der 1994 einen Hit zusammen mit Neneh Cherry auch in der hiesigen Radiolandschaft verbuchen konnte ("7 seconds"), sehr engagiert und stimmgewandt. Diese Musiker haben wirklich ein Forum verdient, welches ihren Bekanntheitsgrad auch hierzulande heben koennte. In sofern: Gut gemacht, Herbert!

Was es dann allerdings zu sehen und zu hoeren gab, war in punkto musikalischer Qualitaet eher als "maessig bis konfus" zu bezeichnen. Oftmals passten Akustik und Einsaetze nicht, es klang blechern und irgendwie "fehlte da was", wie man so schoen sagt. Der "Negativ-Gipfel" war leider der Versuch Bonos, das Groenemeyer`sche "Mensch" in deutscher Sprache mitzusingen, was klaeglichst scheiterte. Ein improvisiertes "Keep the promise", welches Groenemeyer zunaechst gar nicht mitbekam, rettette die Nummer dann so gerade eben ueber die Zeit. An dieser Stelle waere ein gut-vorbereiteter, englischer Textpart Bonos auf die "Mensch"-Melodie sehr viel besser und tatsaechlich etwas Besonderes gewesen…

Bob Geldof spielt mit den Toten Hosen und zusammen mit N`Dour nebst Bono singt er den "Redemption Song" von Bob Marley. Ausserdem ertoenen an diesem Nachmittag "You’ll never walk alone" und "All you need is love". Das wirkt mittlerweile alles etwas abgeschmackt, zumindest im Kontext der zeitlichen Naehe dieses Zusammenschnitts.

Lediglich Campino, dem Saenger der "Toten Hosen", kauft man seine innere Wut sofort ab, was auch im zwischenzeitlichen Interview deutlich wird, wo er sich mittendrin fuer seine Unbeherrschtheit entschuldigt.

"Silbermond" spielen schnellere Songs und ersparen uns -zumindest in diesem Zusammenschnitt- gluecklicherweise eine ihrer Schmachtballaden. Das kommt tatsaechlich ganz gut rueber, waehrend die "Fantis" (Die Fantastischen Vier) bei "Ernten was wir saehen" stimmlich etwas daneben liegen, so hoert es sich zumindest manchmal an…

Vielleicht hat die vollstaendige Uebertragung des Festivals, die auf einen nicht fuer jedermann empfangbaren Spartensender der ARD ausgelagert wurde, ein etwas objektiveres, besseres Bild vermittelt. Dieser abendliche Zusammenschnitt war aber mit Sicherheit nicht der "Gipfel", sondern bot zumindest in musikalischer Hinsicht einiges an Tiefpunkten…

Trotzdem soll das Engagement der Beteiligten hiermit nicht geschmaelert werden. Ob es unter dem Strich was genutzt hat, wird die Geschichte zeigen…

Links:
Deine Stimme gegen Armut
G-8-Gipfel in Heligendamm
Bob Geldof
Groenemeyer.de
Wikipedia ueber Woodstock
Youssou N`Dour
Peter Miles
Wikipedia ueber Campino

KategorienMusik

DRM-frei und Spass dabei?

6. Juni 2007 Kommentare ausgeschaltet

Im "iTunes" gibt es mittlerweile DRM-freie Musik. So weit, so gut. Auch das Brennen dieser Songs auf CD fuer private Zwecke ist mittlerweile moeglich und erlaubt. Auch gut. Das Manko: In jeder gekauften Datei sollen der Name des Kaeufers sowie dessen Email-Adresse gespeichert werden. Hallo wach??? Mal angenommen, der zugehoerige iPod wird geklaut und die darauf befindlichen Dateien landen kurz darauf in einer (unter Umstaenden illegalen) Internet-Tauschboerse. Der urspruengliche Besitzer der Musik muss dann Forderungen von der derzeit sehr klagefreudigen Musikindustrie (ein schlimmer Begriff…) fuerchten. DAS kann`s doch nicht sein, oder? Okay, ein Auto ist auch personengebunden zugelassen. Auch dieses kann jederzeit geklaut und z.B. als Fluchtfahrzeug bei einem Bankueberfall benutzt werden. Das ist so gesehen "hoehere Gewalt". Aber es vervielfaeltigt sich nicht so schnell wie eine MP3-Datei im Internet…

KategorienMedien

Teletubbies und kleine Ferkel

2. Juni 2007 Kommentare ausgeschaltet

Es ist ja echt schon irgendwie "abgefahren", auf welche Ideen manche Leute kommen. Da wurde der Figur "Tinky Winky" aus der Kinderfernsehsendung "Teletubbies" unterstellt, sie sei sexuell gestoert, weil sie mit einer Handtasche durch die Gegend laeuft. Obelix haut jede aus den Anzug, mit der Asterix anbaendelt, weibliche Mainzelmaennchen gibt es nicht usw.

Sicherlich sind Comicabenteuer oftmals Projektionen innerer Wuensche der Autoren (z.B. "Superman"), aber das trifft auf viele Buchromane und Filme ebenfalls zu. Vieles laesst sich vielseitig ausdeuten und gerade das macht diese Comicwelt sprichwoertlich so bunt.

"Tinky Winky" ist aber anscheinend nicht schwul, wie mittlerweile "bewiesen" wurde. Auf der Webseite der Sueddeutschen Zeotung gibt es derzeit eine kleine Bildstrecke mit "verdaechtigen" Comicfiguren. Link: Sueddeutsche.de

Auf die "Teletubbies" gibt es uebrigens eine Parodie mit dem Namen "Telenobbies", dort heissen die Hauptdarsteller dann "Stinki-Stinki, Pepsi, Kaka und Klo" :))

Viel skurriler erscheint allerdings die Tatsache, dass z.B. die Disney-Serie "Winnie Puuh" im tuerkischen Staatsfernsehen "TRT" nicht ausgestrahlt wird. Die Abenteuer des Zeichentrick-Baeren, zu dessen Freunden ein kleines Ferkel zaehlt, sind dort anscheinend nicht erwuenscht.

Sendungen, die nicht zur "türkischen Kultur" paßten, würden nicht gesendet (…) Im Islam gelten Schweine als unreine Tiere, deren Fleisch nicht gegessen werden darf. Daß das kleine Ferkel in "Winnie Puuh" von niemandem verspeist wird, sondern nur bei lustigen Episoden mitwirkt, gilt Kritikern als Beweis dafür, daß bei TRT religiöse Eiferer am Werk sind, denen Schweine in allen Lebenslagen ein Greuel sind (…) Ohnehin kämen die Sittenwächter bei TRT zu spät. "Winnie Puuh" lief schon in türkischen Privatsendern (…) Quelle: Welt Online

Also, selbst harmlos anmutende Kindersendungen sind oftmals Bestandteil von weitreichenden Grundsatzdiskussionen, die die Schoepfer dieser Figuren und Sendungen in den allermeisten Faellen wohl nicht fuer moeglich gehalten haben…

KategorienMedien

Deutschlands Staedtenamen

1. Juni 2007 Kommentare ausgeschaltet

Einem Hinweis von Roger Lévy folgend stiess ich auf "Yoda`s Blog", der sich wiederum das folgende Bild von der amuesanten "Pressesau.de"-Webseite ausgeliehen hat:

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