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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Knight Rider – Die Neuauflage

9. Oktober 2009 Kommentare ausgeschaltet

Wenn sich selbst der alteingesessene "Spiegel" zu einer sueffisanten Rezension der Neuauflage der "Knight Rider"-Serie hinreissen laesst und das dann noch nicht einmal in einem eigentlich zu erwartenden "Verriss" endet, dann muss doch irgendwie was dran sein…

Zitat: " (…) wer sich bloß mal ein Dreiviertelstündchen unterhalten lassen will und dabei das Gehirn ordentlich durchlüften, der kann mit "Knight Rider" durchaus seinen Spaß haben (…) "
(Quelle: Artikel bei Spiegel Online)

…und genau das eint die Neuauflage mit der Urserie aus den Achtzigern. Es ist "Quatsch", aber unterhaltsam, wenn man sich darauf einlaesst. Die gerne auch als "Knight Rider 2008" bezeichnete, neue TV-Serie transportiert das "Ein Mann kann etwas bewegen"-Motto in die Gegenwart. Mittlerweile sind allerdings weitaus mehr Frauen involviert, die natuerlich hoechst attraktiv, sportlich, selbstbewusst und modisch daherkommen. Der Hauptdarsteller koennte tatsaechlich der Sohn von Michael David Hasselhoff Knight sein und zumindest auf der Filmebene ist dem auch so.

Das Auto… tja, da scheiden sich die Geister. "K.I.T.T." ist nun nicht mehr ein TransAm, sondern ein Ford, der seinem Vorgaenger technisch weit ueberlegen ist. Nicht zuletzt ist die Firma Ford auch als Sponsor der Serie in Erscheinung getreten…

Trotz weiterentwickelter Holographie-Effekte und Morphingstrukturen draengt sich dem Betrachter auch hier der Gedanke auf, ob weniger Computereffekte zugunsten von Auto-Modellaufnahmen nicht realistischer gewirkt haetten. Man kann es mit dem Star-Trek-Kinofilm "Der Aufstand" vergleichen, in dem das Raumschiff Enterprise erstmalig komplett computeranimiert wurde und fuer viele Star-Trek-Gernseher daher aeusserst gewoehnungsbeduerftig wirkte, was leider auch eine gewisse, unterschwellige Distanz schuf.

Manchmal ist es besser, Althergebrachtes so zu lassen, wie es ist bzw. war. Im Fall "Knight Rider" ist der Ansatz gar nicht mal so daneben, doch der aus diversen Highschool-Filmen bekannte, hier teilweise deplatzierte "Power-Rock-Soundtrack" und eine gehoerige Portion "The Fast And The Furious" lassen diese Neuauflage manchmal recht oberflaechlich-prollig daherkommen. Dazwischen gibt es aber schon noch diese schwer zu beschreibenden, gewissen Momente, die auch die Ur-Serie schon so beliebt gemacht haben. Der Pilotfilm war wirklich nicht so schlimm, wie zuvor befuerchtet wurde – im Gegenteil. In den USA war er sogar ein grosser Erfolg, doch die anschliessende Serie schaffte es nicht ueber die erste Staffel hinaus und wurde nach 17 Folgen unter anderem aus finanziellen Gruenden vorerst eingestellt.

"Auch im Jahr 2009 ist "Knight Rider" haarsträubend unrealistisch, manchmal sogar richtig peinlich (…), allein: So richtig wegschauen mag man nicht. Keinesfalls kann es die Serie mit ihren modernen Konkurrenten aufnehmen, sonst würde RTL sie ja nach dem Pilotfilm heute Abend in den kommenden Wochen auch nicht am Samstagmittag versenden. Genauso wenig hat sie den Charme der Abenteuer von vor zwanzig Jahren, in den USA ist sie längst wieder abgesetzt." (Quelle: Spiegel Online)

Stimmt! Es ist kein "Muss", tut aber auch nicht weh und zumindest der Pilotfilm war unterm Strich recht unterhaltsam. Allerdings gab es schon Ausschnitte aus spaeteren Serienfolgen zu sehen, in der "K.I.T.T." sich in bester (?) "Transformers"-Manier veraenderte. Ob das dann nicht doch zu weit geht? Wir werden sehen…

Update vom 17.10.2009
Heute lief die erste, regulaere 45-Minuten-Folge der Serie. Waehrend der Pilotfilm (wie hier zu lesen ist) noch ganz okay war, verstehe ich nach Ansicht dieser ersten, regulaeren Serienfolge die mittlerweile erfolgte Absetzung dieser Serie voellig. In dieser Folge wurde K.I.T.T. zum "Transformer", was wirklich nicht passt. Die Folge war duemmlich, voellig uebertrieben, in punkto Story mega-duenn und die ganze Atmosphaere war irgendwie unterkuehlt. Gleichzeitig wirkten die Kulissen und die Akteure aeusserst kuenstlich und aufgesetzt. Alles wurde mit Technik (und vor allen Dingen Display-Elementen) viel zu sehr ueberladen. Der "Super Pursuit Mode" aus der Urserie wird sicherlich immer ein unverzeihlicher Bloedsinn bleiben, aber diese neue Serie uebertreibt masslos und bekommt diesen Spagat zwischen Phantasie und Realitaet, den die Vorlage noch einigermassen meisterte, beiweitem nicht hin. Nein… man mag der kultigen Originalserie mit Recht auch nicht viel Intelligenz und Tiefgang attestieren, aber sie war immerhin noch sympathisch und unterhaltsam…

KategorienMedien

Mal Sondock’s 75 Super Oldies

19. September 2009 Kommentare ausgeschaltet

Es ist geschafft! Heute trafen die ersten Belegexemplare der neuen und gleichzeitig letzten CD-Box mit Mal Sondock hier ein. "75 Super Oldies" wurden hierbei auf fuenf CDs verewigt. Auch dieses Mal durfte ich an diesem Projekt mitarbeiten und die Bonus-CD der Box gestalten. Waehrend auf den beiden vorherigen CD-Boxen vom Fruehjahr 2009 Teile meines Podcast-Interviews verwendet und mit Ausschnitten aus alten Tonbaendern angereichert wurden, gibt es auf dieser neuen Bonus-CD eine "Mal Sondock Show" der anderen Art. Jede einzelne CD hat ein individuelles Booklet und auch den Text des Innencovers der fuenften Scheibe habe ich beisteuern duerfen. Darin heisst es unter anderem:

(…) Diese Ihnen jetzt vorliegende 5-CD-Box sollte eigentlich eine
neue Mal-Sondock-Show beinhalten, die Mal und ich zusammen gestalten
und produzieren wollten. Leider verstarb Mal nach kurzer, schwerer
Krankheit am 9.Juni 2009, noch voller Tatendrang und bis zuletzt
an dieser Box mitwirkend.

Somit blieb "nur" die Moeglichkeit, die vorhandenen Musikressourcen
mit passenden Ansagen bzw. Moderationen aus alten Mal-Sondock-Glanzzeiten
anzureichern und somit eine "neue" Show zu kreieren, die die Logik
der Geschichte bewusst ignoriert und dadurch die drei Epochen,
die Mal zumindest in punkto deutsches Radio mitgepraegt hat, auf dieser
Bonus-CD zu vereinen: Die 60er, 70er und 80er – Jahre.

Es war eine wahre Freude, die alten Tondokumente durchzuarbeiten und
teilweise winzige Puzzleteile daraus zu einem neuen Gesamtwerk
zusammenzusetzen. (…)

…und genau das war der schwierige Teil daran, denn viele der alten Aufnahmen waren nicht mehr gut erhalten und mussten etwas "aufgepaeppelt" werden. Zudem mussten diese sozusagen "um das vorhandene Titelsortiment herum" verteilt werden und es gab in der Vergangenheit Lieder, ueber die der gute Mal sehr viel erzaehlt hat, waehrend er sich bei anderen Songs und Interpreten eher kurz fasste. Ich hoffe, dass wir trotz dieser doch etwas schwierigen Logistik ein ansprechendes Gesamtwerk geschaffen haben, welches Erinnerungen an schoene Stunden vor dem Radio und an einen sympathischen Moderator und Menschen weckt.

Am Ende der CD gibt es nach der Show im Rahmen eines kleinen, 11-minuetigen "NormCast"-Specials noch ein paar Ausschnitte aus einem der allerletzten Gespraeche, welche Mal vor seinem Tod mit uns gefuehrt hat. Man koennte diesen Abschnitt der CD teilweise auch als "Making Of" bezeichnen…

Die CDs sind zunaechst exklusiv bei Real, Edeka, Marktkauf und Kaufland zu haben. Ab dem 09.11.2009 werden sie bei weiteren Handelsketten und natuerlich auch bei Amazon.de erhaeltlich sein.

KategorienMedien, Musik

Schlag den HaMa

13. September 2009 Kommentare ausgeschaltet

"HaMa" ist die am gestrigen Samstagabend haeufig bei Twitter verwendete Kurzform des Namens "Hans-Martin". Der wiederum gehoert einem jungen Mann, der an diesem Abend innerhalb der erfolgreichen Fernsehsendung "Schlag den Raab" anfaenglich vom Publikum ausgewaehlt wurde, um gegen Stefan Raab anzutreten. Es sollte es bereuen… …oder doch nicht?

Das, was sich da auf dem Bildschirm abspielte, war in mehrerer Hinsicht beispiellos. Der 24-jaehrige, sportliche Kandidat mit einer Vorliebe fuer Traubenzucker brachte es innerhalb kuerzester Zeit zustande, nahezu das gesamte Hallenpublikum gegen sich aufzubringen. Markige Sprueche, Selbstbeweihraeucherungen und andere, merkwuerdige Verbalattacken liessen schnell darauf schliessen, dass Hans-Martin zumindest ein -vorsichtig ausgedrueckt- gesundes Selbstbewusstsein hat. Am Ende gewann er gegen Stefan Raab im "Muenzenschnipsen" und trug somit 500.000 Euro Preisgeld mit heim. Zugegeben, er hat gut gekaempft, das kann man ihm nicht absprechen. Aber, wie heisst es doch so schoen: "Der Ton macht die Musik". Und Hans-Martin traf leider zum Unmut der Zuschauer gerne mal den falschen Ton. Stefan Raab selbst sagte, dass er generell ungern verlieren wuerde, "aber heute ganz besonders", worauf Hans-Martin flapsig erwiderte, dass er hergekommen sei, um das Geld zu gewinnen und nicht, um Raab’s Freund zu werden. Auch eine Einstellung…

Viel interessanter als das Geschehen auf dem Bildschirm war aber die grosse Anteilnahme, die via "Twitter" zu verzeichnen war. Innerhalb kuerzester Zeit schaukelte sich das Treiben dort hoch, die schriftlichen Attacken gegen "HassMartin", wie er dort schon nach wenigen Minuten Sendezeit genannt wurde, haeuften sich und nahezu ausnahmslos jeder, der einen "Tweet" mit dem "Hashtag" "#sdr" beendete (was fuer ein Kauderwelsch, gell? :)), war pro Raab und contra "HaMa".

Sollte Hans-Martin sich diese Twitter-Historie irgendwann einmal durchlesen, braeuchte er mit Sicherheit jedes Quentchen seines Selbstbewusstseins und seines IQs, den er in der Sendung selbst mit "143" angab. Die Twitter-Kommentare waren emotional, spontan und meistenteils nicht nett (was noch harmlos ausgedrueckt ist). Aber sie zeigen, wie schnell dieses Medium ist und wie schnell etwas in den siebten Himmel gehoben und/oder verrissen werden kann. "Brot und Spiele"…

So gesehen moechte man jetzt nicht unbedingt in Hans-Martin’s Haut stecken, aber der wird sich aufgrund seines Gewinns sicher denken, dass 500.000 Euro doch ein gutes "Schmerzensgeld" sind. Und unter dem Strich hat die Sendung bestens unterhalten, denn spannend war es sprichwoertlich bis zuletzt. "Schlag den Raab" ist zwar viel zu werbelastig, aber konzeptionell sicherlich eines der derzeit interessantesten Show-Formate im deutschen Fernsehen…

Update:
Beim "virtuellen Sonntagmorgenspaziergang" fanden sich weitere Beitraege zum Thema z.B. hier:
Artikel bei Welt Online / Blogeintrag bei Scherzinfarkt.net / Artikel bei RP-Online

KategorienMedien

Formatkrieg in HD

20. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Es geht schon wieder los. Mal wieder versuchen irgendwelche Gruppierungen, ihr jeweils eigenes Sueppchen zu kochen und sind mit ihren "neuen" Produkten wahrscheinlich schon wieder nicht abwaerts- bzw. allgemeinkompatibel. Was aus leidlicher Geschichte hinreichend bekannt ist, scheint sich jetzt auf anderer Ebene zu wiederholen. Dabei geht es auch anders, wie vor gar nicht allzulanger Zeit noch bewiesen wurde…

Hochaufloesendes Fernsehen ist einerseits ein Wunschtraum vieler, andererseits aber auch eine Art "Luxus", den auch nicht unbedingt jeder braucht. Die Angst vor erneuten Investitionen in die hauseigene Jubel- und Computerelektronik liessen viele Fernsehfans bisher davor zurueckschrecken. Fazit: Diverse bisherige HD-Versuche (beispielsweise auf dem Astra-Satelliten) stiessen auf wenig Akzeptanz, wurden nach kurzer Laufzeit wieder eingestellt oder fristen bislang nur eine Art Schattendasein…

Die ProSiebenSat.1 Media AG moechte baldigst drei entsprechende Fernsehkanaele in die Luft bringen. Da duerfen RTL, Vox & Co. natuerlich auch nicht fehlen. Deren Aussendungen waeren aber mit den derzeit im Handel erhaeltlichen HD-Receivern nicht empfangbar. Austragungsort dieser "Schlacht": Die neue Astra-HD-Plattform "HD+". Zunaechst soll es kostenlos sein, danach aber technisch nur per Smartcard und Extra-Receiver nutzbar sein, bezahltechnisch waere u.a. eine PrePaid-Variante moeglich.

Grundsaetzlich ist hochaufloesendes Fernsehen natuerlich eine tolle Sache, denn die Bildqualitaet ist tatsaechlich deutlichst besser als die 720*576 Pixel, die beispielsweise eine "normale" DVD zu bieten hat. Doch die Begleiterscheinungen, die dann sozusagen mit eingefuert werden, sind allerdings bedenklich. Die neuen Techniken bieten den Sendern naemlich erweiterte Moeglichkeiten, auf die Art der Weiterverwertung ihrer Sendungen seitens des Anwenders Einfluss zu nehmen – und das nicht immer zum Vorteil : "So könnten die TV-Sender etwa festlegen, dass eine Sendung überhaupt nicht aufgezeichnet werden kann ("no copy"), ein aufgenommener Spielfilm nach fünf Tagen automatisch gelöscht wird, Werbeblöcke nicht schnell "vorgespult" werden können ("ad-skipping") oder eine zeitlich versetzte Wiedergabe ("Timeshift") unmöglich gemacht wird." (Quelle: Heise).

Das waere eine nicht akzeptable "Gaengelung", bei der man sich durchaus den alten Videorecorder wieder zurueckwuenschen wuerde. Damit konnte man wenigstens nach Herzenslust vorspulen… Im Zeitalter der knapp werdenden Scartbuchsen, beschnittenen Digitalschnittstellen und wachsenden Receiverbergen neben dem heimischen Glotz-o-Phon ist also mal wieder deutliche Skepsis angebracht…

KategorienMedien

Es hat sich "ausgeroehrt"…

16. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Schnaeppchenjaeger duerften bald wieder auf den Plan kommen, denn der Ausverkauf hat schon laengst begonnen. Fernseher mit Roehrentechnologie werden aus dem Haendlersortiment entfernt, denn "nur noch 64.000 Geräte wurden im ersten Quartal 2009 verkauft. Stattdessen wird mit technisch immer anspruchsvolleren LCD- und Plasma-Geräten sehr viel Geld verdient"
(Quelle: Lesenswerter Artikel samt sehenswerter Bildstrecke bei Sueddeutsche.de)

Ueber Jahrzehnte war die "Glotze" der Mittelpunkt in den allermeisten Wohnzimmern. Generationenuebergreifend wurde sich davor versammelt. Tagesschau, Dallas, Derrick, Der grosse Preis, Ein Heim fuer Tiere, Knight Rider, Lindenstrasse, Tutti Frutti, Der goldene Schuss, Wetten, dass…, Sesamstrasse, GZSZ, DSDS, UWWIN (= "und was weiss ich noch" :)). Sendungen, die Assoziationen hervorrufen, egal ob gut oder schlecht. Titel, die Emotionen wecken und oftmals auch ein bestimmtes Geraet und/oder einen bestimmten (Fernseh-) Raum bildlich vor dem geistigen Auge wiederauferstehen lassen…

Ein orangefarbener 36-cm-Fernseher des Typs "Nordmende Palcolor", mit Stabantennen fuer VHF-Empfang und Rundantenne fuer UHF-Empfang. Er stand im Schlafzimmer der Eltern und war die Ausweichstelle zum "Formel Eins"-gucken. Nein, nicht Schumi’s oder Vettel’s Ehrenrunden, sondern die alte Musiksendung mit Ingolf Lueck oder Stefanie Tuecking. Das wollten die Eltern naemlich nicht sehen und welcher Teenager hatte frueher denn schon einen eigenen Fernseher?
Von wegen PC mit Fernsehkarte oder YouTube-Streams…

Irgendwann bekam man mal einen damals schon steinalten Schwarz-Weiss-Fernseher geschenkt. Tragbar. Er funktionierte, musste aber andauernd nachjustiert werden. Das erste Programm war damit gut zu empfangen, das Zweite und besonders das Dritte gingen nur mit einigen Tricks. Trotzdem: Es war der erste, eigene Fernseher und der wanderte wohin? Ganz klar – mitten in das Buecher- und Cassettenregal…

Ein paar Jahre spaeter wurde der eben erwaehnte, orangefarbene Nordmende-Palcolor aus dem elterlichen Schlafzimmer verbannt und ersetzte daraufhin den alten schwarz-weiss-Fernseher vom Filius. Die Freude waehrte nur kurz. Ich werde den Dialog nie vergessen. Ein Kumpel war zu Besuch, der Fernseher lief nebenbei mit, aber irgendwie war alles langweilig. Er sagte: "Das waere doch was, wenn der jetzt explodieren wuerde…". Zwei Minuten spaeter machte es "Pitsch", gefolgt von einem "Pffffft…." und der kleine Kasten war Geschichte…

Solche und aehnliche Geschichten werden sicherlich viele Menschen erzaehlen koennen. Doch diese Generation stirbt aus bzw. veraendert sich. Heutzutage ist der mittlerweile sehr duenn gewordene (Flachbild-) Fernseher beiweitem nicht mehr der Mittelpunkt einer modernen Wohnstube. Oftmals steht er auf einem Rollwagen irgendwo an der Seite und wird bei Bedarf dorthin gezogen, wo er benutzt wird. Die Kiddies schauen ihre Serien mittlerweile lieber nebenbei am Computer und haben zusaetzlich diverse Chatfenster geoeffnet. Das fernsehende Publikum sitzt oftmals nicht mehr geschlossen vor der Kiste, sondern konsumiert die Inhalte individuell, zeitlich unabhaengig und dezentralisiert.

Schoene, neue Medienwelt? Reizvoll – sicher. Praktisch – auch. Familiaer – nicht mehr unbedingt.

KategorienDiverses, Medien