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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Stummfilme bei YouTube

1. Februar 2009 Kommentare ausgeschaltet

Dem ein- oder anderen ist die Sache vielleicht noch in Erinnerung: Eine Mutter filmte ihr Kleinkind, wie es zu den weit im Hintergrund laufenden Klaengen eines Liedes von Prince wilde Runden durch die Kueche drehte und stellte dieses Video bei YouTube ein. Drollig anzusehen und in keinster Weise anstoessig gemeint.

Aufgrund der Tatsache, dass der im Hintergrund dudelnde Song bei der "Universal Music Group" registriert ist, liess diese das Video zwischenzeitlich loeschen. Die Frau erhob eine erfolgreiche Gegenklage (siehe hier).

Jetzt geht ein weiterer Medienriese in die YouTube-Offensive: Videos, in denen vermeintliche Inhalte, die bei den "Warner Brothers" registriert sind, verwendet wurden, werden jetzt schlicht und ergreifend stummgeschaltet. Das Video bleibt weiterhin sichtbar, der Ton stumm. In den allermeisten Faellen ist das natuerlich das Todesurteil fuer das Video…

Vor drei Jahren habe ich ein altes Video eingespielt, welches eine voellig deformierte Vinyl-Single zeigt, die sich zum groessten Erstaunen doch noch nahezu einwandfrei abspielen liess. Es war eine alte Motown-Single mit Marvin Gaye`s Klassiker "I Heard It Through The Grapevine". Das insgesamt knapp zweiminuetige Video zeigt diese sich auf einem Technics-Plattenspieler drehende Platte, der Ton wurde von (m)einem englischsprachigen, erklaerenden Kommentar meistenteils komplett ueberlagert. Viele Leute haben das Video gesehen und groesstenteils nette Kommentare dazu hinterlassen.

Jetzt ist auch dieses Video stummgeschaltet worden, eine entsprechende Email-Nachricht von YouTube mittlerweile eingetrudelt. Nun ist das zwar kein Weltuntergang, aber solche Kleinkariertheit kann einem schonmal den imaginaeren Hut hochgehen lassen. Die Tonqualitaet des Videos haette in keinster Weise einem Raubkopierer Nutzen bringen koennen, es wurde kein vollstaendiger Song gespielt und im Grunde genommen lief dieser nur im Hintergrund.

Wenn zukuenftig alle Videos, in denen auch nur winzige Hintergrund-Tonfetzen von Musik zu hoeren ist, die irgendwie in Verbindung mit der "Warner Brothers Music Group" steht, geloescht oder audiomaessig verkrueppelt werden, dann ist YouTube ganz schnell wieder da, wo es einmal war: am Anfang.

YouTube ist mittlerweile zu einer wahren Schatztruhe fuer Videoinhalte geworden. Kaum ein altes Musikvideo, welches es dort nicht gibt und das zur Freude der Suchenden. Wie oft habe ich beispielsweise schon nette Abende mit Freunden und Bekannten erlebt, bei denen irgendwann zu einem Thema auch die entsprechende YouTube-Visualisierung gesucht und gefunden wurde…

Ein Vorschlag waere tatsaechlich, YouTube teilweise kostenpflichtig zu machen. Jeder, der geschuetzte Inhalte wie Ausschnitte aus Spielfilmen oder Musikvideos sehen moechte, zahlt einen (angemessenen!) monatlichen Obulus, mit dem dann die Tantiemen abgedeckt werden koenn(t)en. YouTube ist doch mittlerweile zu einer Art "Kulturgut" geworden und es waere schade, wenn die engstirnige Denkweise einiger Plattenbosse zur Folge haette, dass dieses tolle Archiv verkrueppelt und gepluendert wuerde…

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RTL-Rach: Schein und Sein

27. Januar 2009 Kommentare ausgeschaltet

"Rach, der Restauranttester" ist ein (TV-) Format mit Format (siehe hier). Eine Sendung mit Niveau und man koennte meinen, dass sie auf allen moeglichen Fernsehsendern laufen koennte, nur nicht auf RTL. Doch genau das ist der Fall.

Warum auch nicht, denn einige Formate des "Dschungelsenders" waren ("7 Tage-7 Koepfe") und sind ("Wer wird Millionair") tatsaechlich sehenswert, waehrend sich die oeffentlich-rechtlichen mittlerweile ja auch zumindest sporadisch mal auf`s duenne Eis wagen. Selbst sehr "spezielle" Auftritte und eine sprichwoertliche "Scheiss-Wette" sind dort nicht mehr tabu. Wie sagte Thomas Gottschalk in seiner juengsten "Wetten, dass…"-Sendung so treffend: "Eure Scheisse koennen wir schon lange…"

…und was schrieb mir kuerzlich ein RTL-Insider, als ich ihn mit der (natuerlich von mir subjektiv-empfundenen) Kluft zwischen Niveau (Rach) und Abgrund (Dschungelcamp) auf seinem Heimatsender konfrontierte: "Was tut man nicht alles fuer 37%…"

Die Sendung mit dem Sternekoch Christian Rach, der in Not geratene Restaurants mit viel Sachverstand und Einsatzfreude im Idealfall (der nicht immer gegeben ist) wieder auf die Spruenge hilft, war und ist unterhaltsam, gewissermassen "spannend", nicht zu abgehoben und wirkt authentisch.

"Damals" (2007) bin ich erst spaeter darauf aufmerksam geworden, nachdem schon ein paar wenige Folgen gelaufen waren. Deswegen ist mir auch entgangen, dass die jetzt in den letzten Wochen gezeigten Folgen Wiederholungen waren. Nun folgte aber die wohl in Erinnerung gebliebene Folge mit dem "Conmux" in Berlin aus der ersten Staffel, die gleich als Wiederholung enttarnt wurde. Nanu? Wie konnte das sein? Es war doch eine neue Staffel angekuendigt? Kein Kommentar.

Dadurch angestachelt wurde die Wiederholung ignoriert und Google bemueht. Erstaunliches kam dabei zutage. Auf der Webseite des "Historik Hotel Ochsen" gibt es einen offenen Brief an Christian Rach zu lesen, den die Betreiber des Gasthofs zusammen mit ein paar Zeitungsartikeln dort veroeffentlicht haben. Der historische Gasthof "Ochsen" war zuvor Schauplatz einer Folge mit dem Restauranttester gewesen.

Zitat(e):

"(…) Wir haben keine Werbesendung für unser Haus erwartet. Allerdings wäre es schön gewesen, auch positive Szenen z.B. von der Kulinarischen Weinprobe im Weinkeller oder der Feier in der Kelter mit ca. 90 Personen zu zeigen. Die Zustimmung zum Senden hatte das Produktionsteam ja von den Gästen eingeholt. Offensichtlich soll das Negative überwiegen um es dann medienwirksam in Szene zu setzen. (…)"

"(…) Im Großen und Ganzen war die Sendung recht nah an den tatsächlichen Vorgängen. Doch einiges kam zu kurz oder wurde verfälscht dargestellt. Dass bei solch einer „Reality-Show“ die Quote über allem steht und auf persönliche Befindlichkeiten wenig bis kein Wert gelegt wird, war uns im Vorfeld klar. (…)"

…und aus einem Artikel "Bietigheimer Zeitung":

"(…) Mitte November 2005 rückte bereits das Produktionsteam an. Zehn bis zwölf Personen hielten sich neun Tage im Ochsen auf, filmten von morgens bis abends. (…) Doch man verstand sich gut, führte mit Promikoch Rach fruchtbare Gespräche. Da wollten die Gastgeber auch nicht kleinlich sein, als das TV-Team den Wunsch geäußert haben soll, eine private Geschichte etwas "medienwirksamer" zu inszenieren, als sie es tatsächlich war. (…) Ansonsten sei nach Meinung der Geschäftsleute stark selektiert worden. Fast ausschließlich Szenen, in denen die Eheleute, so wie sie finden, unangenehm pingelig oder inkompetent wirkten, seien ausgewählt worden. Darüber hinaus seien Sprecherkommentare nachträglich über Szenen gelegt worden, "die in dieser Form gar nicht stattgefunden haben" (…)"

Wem glaubt der Ottonormalkonsument nun eher? Der Produktionsfirma, deren Film via RTL ausgestrahlt wurde oder den Restaurantbetreibern, die sich auf ihrer eher privat anmutenden Homepage in einem offenen Brief ueber die Dreharbeiten auslassen? In Anbetracht der Formulierungen auf der Webseite des "Ochsen" ist man definitiv nicht abgeneigt, den Hoteliers eher Glauben zu schenken. Zumal sich die Privatsender und deren "Street-Teams" nicht immer mit Ruhm bekleckert haben, wenn es darum ging, publikumswirksame Konflikte und Skandale boulevardmaessig auszuschlachten und/oder sie im Dienste der Sache bzw. der Quote gar erst entstehen zu lassen.

Andererseits koennte ein Medienriese wie RTL vielleicht sogar nachvollziehbarerweise auch argumentieren, dass diese Restaurants / Hotels / Gasthoefe ihre kurzzeitige Medienpraesenz und den daraus resultierenden Bekanntheitsgrad bestmoeglich ausnutzen wollen und sich deswegen zu derartigen Aeusserungen hinreissen lassen.
…the answer, my friend, is blowin' in the wind…

"Doku-Soap", "Reality-TV"… das gibt es so gesehen nicht. In diesem Fall wurde um einen sicherlich kompetenten Sympathietraeger mit guten Absichten herum anscheinend eine Suppe aus heile Welt und Schlachtfeld bzw. Realitaet und Fiktion gekocht, die diesmal leider einen etwas faden Nachgeschmack hinterlaesst.

Im Grunde genommen wurde man dadurch aber auch wieder auf den Boden der Tatsachen zurueckgeholt und die steinalte Erkenntnis "es ist ja nur Fernsehen" mal wieder untermauert…

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Das Ende von Prison Break

17. Januar 2009 Kommentare ausgeschaltet

Es war im Jahr 2005 schon eine kleine Sensation, dass eine Fernsehserie, die sich um nichts anderes als einen Gefaengnisausbruch drehte, zum einen tatsaechlich unheimlich spannend daherkam und zum anderen eine ganze Staffel fuellen konnte. Die Tatsache, dass die Fernsehserie "Prison Break" mittlerweile bereits in der vierten Staffel in den USA laeuft (in Deutschland gibt es derzeit die aufgrund des Autorenstreiks kuerzere, dritte Staffel beim Dschungelsender RTL) verwundert zusaetzlich. Allerdings kam bei den Machern nun die Erkenntnis, dass jetzt alle Geschichten erzaehlt seien. Fazit: Die Serie wird nach der vierten Staffel eingestellt. Gut so! Bisher war es spannend und sehenswert und es wuerde dem zukuenftigen Ansehen der Serie sicherlich schaden, wenn die Handlungsboegen ueberspannt werden wuerden.
Weniger is manchmal mehr…

Zitat von der Prison Break – Fanpage:
"Es war ein langes Hoffen und Bangen, ob die vierte Staffel wirklich die letzte sein wird. Nun ist es offiziell: FOX gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass die vierte Staffel von Prison Break zugleich auch die letzte sein wird. Am 17. April 2009 wird Fox beginnen, die letzten Folgen von Prison Break auszustrahlen. Den Fans bleibt nur noch die Hoffnung auf ein gelungenes Ende und eventuell eine Doppelfolge zum Abschluss."

http://www.fox.com/prisonbreak

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Reinke am Samstag

16. Januar 2009 Kommentare ausgeschaltet

Auch heute erreichte mich wieder Post bezueglich der Sendungen mit Werner Reinke (diese sind z.B. im hiesigen Bereich "Besondere Sendungen" vorzufinden). Daran merkt man, dass sich viele (oftmals ehemalige) Radiohoerer diesen bekannten Stimmen nach wie vor besonders verbunden fuehlen und sich im internetten Zeitalter gerne auf deren Spuren begeben. Auch zu den Sendungen mit Mal Sondock treffen hier noch ziemlich regelmaessig Rueckmeldungen ein, was mich natuerlich freut, denn immerhin sind diese Sendungen ja schon ueber ein Jahr alt…

Werner Reinke ist uebrigens nicht mehr im hr3 zu hoeren, seine neue Sendung "Reinke am Samstag" laeuft jetzt im Programm von hr1. Die Sendezeit ist aber geblieben: Samstags von 9 bis 12 Uhr. In der ersten Ausgabe dieser Sendung hatte er dann auch gleich einen grossen Star als Gast im Studio: Tom Jones! Das ging also schon gut los und laesst fuer die Zukunft einiges erwarten…

Frueher war der Donnerstagabend der Zeitpunkt fuer Reinke`s "Hitparade International". Von nun an ist er auch an Donnerstagabenden ab 20 Uhr mit der "hr1 Lounge" wieder auf Sendung.

Eine wahrer Radio-Freak, der auch einiges mit Werner Reinke`s Radiosendungen verbindet, ist Peter, dessen Webseite Radio-Bingen.de sicherlich einen Besuch wert ist…

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TV-Highlight

27. Dezember 2008 Kommentare ausgeschaltet

…das muss man einfach gesehen haben…

:-) gesehen bei www.tvmovie.de

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