Aus fuer Analog-TV

16. April 2012 Kommentare ausgeschaltet

Senderuebergreifend werden derzeit TV-Spots ausgestrahlt, die darauf hinweisen, dass am 30.4.2012 die analoge Uebertragung der deutschen Fernsehprogramme auf den Astra-Satelliten enden wird. Nach dem Ende des terrestrischen Analog-Fernsehens zugunsten von DVB-T kommt nun die naechste Umruest-Welle auf die Verbraucher zu. Doch so schlimm braucht es gar nicht erst zu werden, denn in den allermeisten Faellen duerfte ein Grossteil der bisher verwendeten Hardware weiterverwendbar sein.

Ein grosse Irrglaube ist, dass es "analoge" und "digitale" LNBs (das sind die Empfangsteile, die vor die Satellitenschuessel auf den Ausleger geschraubt sind) gibt. Das stimmt so nicht, denn digitaltaugliche LNBs haben lediglich einen groesseren Empfangsfrequenzbereich. Man kann auch mit "analogen" LNBs digital empfangen, allerdings dann nur verhaeltnismaessig wenige und aus deutscher Sicht meistenteils uninteressante Sender. Wer also nicht weiss, was fuer ein Empfangskopf vorhanden ist, kann bedenkenlos erstmal den neuen, digitalen Satellitenreceiver (der auf jeden Fall angeschafft werden muss) anstelle des alten, analogen Modells anschliessen und einen Suchlauf starten. Werden die gaengigen Sender wie z.B. ARD, ZDF, SAT1, RTL gefunden, kann davon ausgegangen werden, dass auch der Rest empfangbar sein duerfte. Aber, Achtung: Das bezieht sich nur auf direkte Verkabelung. Weichen, Verteiler und aehnliche, eventuell in der Leitung befindliche Peripheriegeraete koennen den Signalfluss in diesem Fall stoeren.

Wer bis dato eine flaechenmaessig ausreichende Schuessel (60cm Durchmesser und mehr) ordentlich aufgebaut und ausgerichtet in Betrieb hatte, wird an der Konstruktion selbst nicht viel aendern muessen. Auch das Zuleitungskabel duerfte, gute Qualitaet vorausgesetzt, weiter verwendbar bleiben. Fuer hochaufloesende HD-Signale ist der eventuell noch vorhandene, alte Roehrenfernseher aber nicht geeignet, sie werden darauf -abhaengig vom angeschlossenen Sat-Receiver- nur vermindert dargestellt.

Generell ist die Abkehr vom analogen Fernsehen zu begruessen. Keine "Fische" mehr bei etwas zu schwachen Satellitensignalen und mehr Frequenzkapazitaeten fuer platzsparendere, digitale Programmpakete sind vorteilhaft. Generell sollte zukuenftig vom Kauf eines Fernsehgeraetes mit analogem Tuner Abstand genommen werden, denn irgendwann wird auch die letzte, analoge Fernsehbastion -das Kabelfernsehen- nur noch digitale Signale liefern. Wer ganz sicher gehen und fuer alle Eventualitaeten geruestet sein moechte, dem sei ein Fernseher mit "Triple Tuner" ans Herz gelegt, denn diese Geraete koennen alles Digitale empfangen, was ueber Hausantenne (DVB-T), Kabelanschluss (DVB-C) oder Satellitenschuessel (DVB-S) ankommt…

Update vom 25.11.2021:
Weiterführender Link entfernt, da sich dessen Inhalt geändert hatte.
Danke für den Leserhinweis!

KategorienMedien

Créateur d’automobile(s)

15. April 2012 Kommentare ausgeschaltet

Ach, ist das nett ;) Ein Schulfreund hat ein paar Bilder ausgegraben, die aus den 80er-Jahren stammen. Hier sieht man den Betreiber dieser Seite beim spaetherbstlichen Sonnenbad (!) in seinem ersten Wagen, einem alten Renault R4, Baujahr 1978, genannt "Die Schuessel" :-)

KategorienDiverses

Kurzwelle via Internet

14. April 2012 Kommentare ausgeschaltet

Aufgrund einer Andeutung im "Mini-NormCast" kamen mehrere Anfragen nach Webseiten, ueber die es moeglich ist, ohne eigenen Kurzwellenempfaenger auf Wellenjagd zu gehen. Eine umfangreiche Linksammlung zu diesen sogenannten "Web-SDRs" ("Software Defined Radios") gibt es auf der Webseite http://websdr.org/.

Die einschlaegigen, deutschsprachigen Runden z.B. auf 3690 khz oder die im Cast angesprochene, englische Runde auf 3697khz sind abends gut ueber niederlaendische Empfaenger zu hoeren (z.B. hier, jeweils in LSB). Die englischen Funkfreunde sind dort aber meistens erst ab 1 Uhr morgens "deutscher" Zeit aktiv.

KategorienAmateurfunk

Sony’s Bravia Mediaplayer

12. April 2012 Kommentare ausgeschaltet

Vor weniger als zwei Jahren schafften sich die lieben Verwandten zwei Sony-Bravia-Fernseher der damals neuesten Generation an und entsorgten dadurch den bis dato ebenfalls ueber viele Jahre in Dienst befindlich gewesenden, alt-analogen Sony-Roehren-Monsterfernseher. Die neuen, flachen Bravias machten bildtechnisch und in punkto Handhabung einen sehr guten Eindruck, auch die Verarbeitung stimmte. Doch ein Riesenproblem gab und gibt es: Der eingebaute USB-Medienplayer. Der spielt im Grunde genommen nichts von dem ab, was im Festplattenfilmarchiv vorhanden ist. DivX-codierte Filme starten nur mit viel Glueck und dann durchschnittlich nur zwei von zehn, originale Mitschnitte im mpg-, oder ts-Format funktionieren sowieso nicht. Alles wird mit dem Vermerk "Wiedergabe nicht moeglich" quittiert, was auch mit der jeweils aktuellsten Firmware leider noch Bestand hat.
Der Medienplayer ist viel zu restriktiv programmiert und laesst z.B. nur ziemlich genaue Aufloesungen zu. Angeschlossene Festplatten muessen im veralteten und viel zu sehr eingeschraenkten FAT32-Format formatiert sein und selbst dann funktionieren sie nur mit Glueck.
Das es auch anders geht, beweist der gleich grosse, aber damals wesentlich preisguenstigere, zeitgleich angeschaffte Samsung-Fernseher. Der spielte bisher eigentlich alles ab. DivX, XviD, MPG, TS, AVI, VCD, SVCD, MKV usw. waren und sind kein Problem. Hierbei ist es auch egal, ob das Dateisystem der Festplatte NTFS oder FAT ist oder ob alles von einem USB-Stick kommt. So muss das laufen.
Klar, via DLNA-Streaming koennte auch der Sony das alles wahrscheinlich (…) darstellen, aber nicht jeder macht sich die Muehe, ein solches Netzwerk aufzusetzen und es ist auf jeden Fall einfacher, eine simple Festplatte anzustecken und alles direkt abzuspielen…
Das Ganze erinnert an die ersten DVD-Player-Generationen. Damals kamen vermeindliche "Billigplayer" der Marken "Yamakawa", "Cyberhome", "Amoisonic" usw. sehr schnell zu Ruhm, weil sie im Grunde genommen alles ausser Salamischeiben problemlos abspielten. "Markengeraete" von Sony & Co. lernten das erst viel spaeter, oftmals zu spaet.
Bleibt zu hoffen, dass die Firma Sony baldigst mit einer geeigneten Strategie aufwartet, die ihrem derzeit angeschlagenen Fernsehgeschaeft wieder auf die Spruenge hilft. Unkomplizierte Formatvielfalt und vielseitige Anwendungsmoeglichkeiten sollten hierbei deutlichst im Vordergrund stehen…

KategorienComputerkram

Mini-NormCast 2012-04-11

11. April 2012 Kommentare ausgeschaltet

Manchmal haben die Media-Markt-Leute recht, wenn sie sagen "Wir sind doch nicht blöd". Warum und wie aus einem gebrauchten TomTom-Navi ein Neues wurde und was abends auf der Kurzwelle aus England zu hoeren ist, wird in dieser unspektakulaeren Kurzfolge erzaehlt.
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KategorienNormCast