Knapp 500 Euro kostet diese Luxus-Schallplattenwaschmaschine der Firma "Opera Audio".
Selbst nass abgespielte (Lenco-Clean) Raritäten können durch mehrfaches waschen wieder in den Neuzustand versetzt werden. (…) Durch diese Schallplattenreinigung sind Ihre Platten wie frisch gepresst. (…) Quelle: Opera-Online.de
Schoen waer’s… aber vielleicht ist es auch so. Es gibt Vinylsingles, die sehen aus wie neu, schraebbeln oder knarzen aber ganz uebel, weil sie in der Vergangenheit mit schlechten Tonabnehmern und/oder nass abgespielt wurden. Es gibt aber auch Singles, die sehr uebel aussehen, dafuer aber einwandfrei spielen (siehe Video hier).
Nun koennte man solch einer tatsaechlich sehr hochwertig anmutenden Maschine gerade in Bezug auf Flohmarkt-Fehlkaeufe mal eine Chance geben, aber fuer 500 Euro koennte man diese Platten mit ein bisschen Glueck locker nochmal neu kaufen. Oder das Geld in einen schoenen Plattenspieler investieren. Dies ist also eher ein Luxusartikel fuer Leute, denen es auf’s Geld nicht ankommt. Aber interessant ist er allemal…
"I Muvrini" sind der groesste Musikexport der Insel Korsika und brachten es allein in Frankreich schon auf mehrere goldene Schallplatten. Ihre Mischung aus Weltmusik, Pop und Folklore findet vor allen Dingen in den suedlichen Laendern Europas grossen Anklang.
Mehr oder weniger zufaellig ergab sich fuer mich kuerzlich die Gelegenheit, beim letztendlichen CD-Mastering des neu erschienenen Doppel-Albums "Live Olympia" mitzuhelfen.
Eine interessante Aufgabe…

Zunaechst dachte ich, dass das Werk in Deutschland gar nicht erscheinen wuerde, aber mittlerweile ist es auch hierzulande verfuegbar, zum Beispiel bei Amazon.de oder bei Weltbild.
Die hierauf zu hoerenden Aufnahmen sind erst wenige Monate "alt". Aktuell befindet sich die Band wieder auf Tournee.
Im NormCast 160 gab es im letzten Jahr schonmal ein Interview mit Jean-Francois Bernardini, der neben seiner musikalischen Taetigkeit auch als Buchautor aktiv ist…
Wir befinden uns in einer Zeit, in der Automaten die Menschen an vielen Stellen ersetzen. Oftmals wuenscht man sich die ersetzten Bediensteten zurueck, weil die Automaten viele Dinge sogar verkomplizieren. An andere Dinge hat man sich aber mittlerweile so stark gewoehnt, dass ein menschliches Hilfsangebot sogar stoerend wirken kann…
"Willkommen bei Shell" begruesst mich ein junger Mann an der Zapfsaeule. "Ein Tankwart? Ganz ehrlich, das habe ich seit zwanzig Jahren nicht mehr erlebt", entgegnete ich ueberrascht. "Ist doch gut, oder?", fragt er mich. Ich zoegere mit der Antwort. Warum eigentlich? Doch ich merke schnell, dass mir das gar nicht behagt. Rein subjektiv empfunden und mit Sicherheit nicht beleidigend gegenueber dem eifrig die Frontscheibe meines Autos wischenden Tankwart gemeint. Als der Tank voll ist, drueckt er mir einen Vordruck in die Hand, auf dem ein Smilie um einen Euro fuer den Tankwart beim Zahlen an der Kasse bittet.
Was ist das nun? Wahre Service-Denke oder der geplante moralische Griff in die Geldboerse?
Ich habe immer selbst getankt, Reifendruck und Öl immer selbst ueberprueft, die Scheiben bei Bedarf auch schnell selbst gereinigt. Das war und ist fuer mich voellig normal und ich gebe ganz ehrlich zu, dass mich ein Tankwart sozusagen "stoert". Natuerlich kann dieser anderen Leuten gerne behilflich sein, sofern diese das wuenschen. Ich wuensche und brauche es aber nicht. An dieser Stelle sollte ein Wink oder ein "Nein, Danke" ausreichen, ohne dass man sich als Kunde gleich schlecht vorkommt. Ob’s funktioniert, wird demnaechst getestet. Diesmal war die Ueberraschung zu gross und das, obwohl es bei Shell die Tankwarte anscheinend schon seit 5 Jahren wieder gibt. Mir war bisher allerdings noch keiner davon begegnet. Bis heute…
"Laute Musik verkauft sich schlechter" meint die "Pleasurize Music Foundation". Musik soll wieder schoen werden, besser und dynamischer klingen. Die freie Organisation prangert das immer mehr um sich greifende Aussteuern von Musiksignalen bis ans Limit an. Und sie hat Recht. Seit den 80er Jahren, in denen die ersten CDs erschienen, haben CDs immer mehr an Dynamik verloren, weil die Musiksignale immer mehr Raum einnehmen. Das Ansinnen der Radiosender, alles moeglichst einheitlich-laut "klingen" zu lassen, tat sein Uebriges dazu.
Auf ihrer Webseite http://www.dynamicrange.de zeigen die Macher, wie sich die Klanglandschaft veraendert hat. Aehnliches wurde auf dieser Seite vor drei Jahren auch schonmal dokumentiert: https://www.normcast.de/musik/audiotische-gleichschalterei/.
Die in Kalifornien gegruendete und angesiedelte, freie Organisation bietet neben aufklaererischem Material z.B. auch VST-Plugins fuer einschlaegige Musiksoftware an, um den "Loudness-Krieg" zu beenden, wie sie schreiben. Interessant ist dieser Ansatz allemal, doch ob der Soundmatsch dieser Zeit dadurch dauerhaft und vor allen Dingen positiv beeinflusst werden kann, bleibt fraglich, denn das Stadium der puren Lautstaerkeangleichung ist schon laengst ueberschritten. Heutzutage werden die Werke von vielen Radiosendern eigenmaechtig veraendert und "zurechtgeschnitten", damit sie ihnen besser in den Kram passen. DAS ist ein noch viel groesserer Missstand…