VerKORKstes Desktopmotiv

20. April 2010 Kommentare ausgeschaltet

Dieses Bild entstand zufaellig im Weinlokal "Vinus" in Guetersloh am 18.04.2010.
Ein Mausklick in das Motiv startet den Download einer groesseren Version.

KategorienDiverses, Lokales

XAMPP : WordPress lokal testen

19. April 2010 Kommentare ausgeschaltet

Viele Webseiten (auch diese) basieren auf dem WordPress-CMS-System. Es ermoeglicht u.a. das Darstellen, Erweitern und Verwalten von Datenbank-Inhalten. Um WordPress providerseitig nutzen zu koennen, bedarf es der Moeglichkeit des PHP-Scriptings, welches bei vielen Providern in den Grundpaketen noch nicht enthalten und daher aufpreispflichtig ist.

Wurde dann beispielsweise ein Paket mit einer (!) enthaltenen Datenbank gebucht und die Seite letztendlich fertig eingerichtet, sind weitere Tests (z.B. fuer irgendwelche Verbesserungen) schwierig, da sie von aussen rein theoretisch jederzeit mitverfolgt werden koenn(t)en. Ausserdem koennen unueberlegte, spontane Handlungen die Integritaet der Datenbank gefaehrden und die Seite ggf. unerreichbar machen. Somit bietet sich eine lokale Installation an, die allerdings einen laufenden Server voraussetzt. Eine entsprechende Konfiguration war bis dato recht aufwendig und manchmal sehr knifflig, nicht selten kam hierfuer das Betriebssystem Linux zum Einsatz.

Doch mittlerweile gibt es eine recht einfache Loesung, die es selbst dem Laien einfach machen wird, z.B. (s)eine WordPress-basierte-Webseite lokal zu bearbeiten : Xampp.

Zitat Wikipedia: "XAMPP ermöglicht das einfache Installieren und Konfigurieren des Webservers Apache mit der Datenbank MySQL bzw. SQLite und den Skriptsprachen Perl und PHP (mit PEAR). Das X steht hierbei für die verschiedenen Betriebssysteme, auf denen es eingesetzt werden kann. XAMPP enthält zusätzlich andere nützliche Werkzeuge wie den FTP-Server ProFTPd oder FileZilla Server, den Mailserver Mercury, phpMyAdmin, Webalizer und OpenSSL."

Zu Deutsch: "Ein paarmal klicken und dat Dingen löppt" :)
Es ist wirklich sehr einfach. Die heruntergladene Xampp-Datei wird in ein Verzeichnis entpackt. Danach werden die noetigen Routinen auf Mausklick nacheinander gestartet. Ist eine WordPress-Nutzung gewuenscht, laesst sich dieses daraufhin ganz normal in diese Umgebung installieren und von dort aus nutzen. Hier steht, wie’s geht!

Schoener Nebeneffekt: Dieses Verfahren hinterlaesst so gut wie keine Spuren im Betriebssystem.
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann Xampp getrost auch in ein z.B. mittels Virtualbox emuliertes Gastsystem à la Windows XP installieren.

KategorienComputerkram

NormCast 163

16. April 2010 Kommentare ausgeschaltet
KategorienNormCast

Leercassette contra Schallplatte

15. April 2010 Kommentare ausgeschaltet

Die Mittel sind andere, doch im Kern hat sich die Argumentation nicht geaendert: Die Moeglichkeit, dass Privatpersonen ihre Lieblingsmusik selbst speichern koennen, war und ist der Musikindustrie ein Dorn im Auge. Im ClipHead-Blog gibt es einen interessanten Beitrag zu lesen, der den vielsagenden Titel "Sind Leer-Cassetten der Tod der Schallplatte?" traegt. Ihm liegt der 70er-Jahre-Artikel "Hits zum Nulltarif" aus der BRAVO zugrunde. Ein paar Zitate:

"Fuer viele junge Leute ist es eine Selbstverstaendlichkeit: Sie leihen Platten untereinander aus, nehmen sie auf Cassette auf und zapfen den Rundfunk an"

"Alle Besitzer von Cassettenrecordern, die nach wie vor einen Schallplattenspieler haben, kaufen sich nach wie vor die Scheiben ihrer Lieblingsstars. Dafuer gibt es keinen vollwertigen Ersatz."

Thomas Gottschalk: "Frueher habe ich auch immer die Hits auf Tonband aufgenommen. Bei den Single-Preisen von sechs Mark ist das auch mehr als verstaendlich."

Friedrich Schmidt (Ariola): "In der Bundesrepublik Deutschland verursachen die Leer-Cassetten fuer die Schallplattenindustrie einen Umsatzverlust von mehr als einer Milliarde Mark.Darunter leiden natuerlich auch Komponisten, Verleger, Texter und die Kuenstler. Wenn die Umsaetze weiter zurueckgehen, so wird sich das in erster Linie auf das Suchen nach neuen Wegen in der Musik auswirken."

Ralph Siegel: "In gewisser Weise stehlen die Leute, die Songs auf Leer-Cassetten aufnehmen, den Autoren und Kuenstlern ihr geistiges Eigentum. Andererseits ist es verstaendlich, dass die Teenies die Chance, mitzuschneiden, nutzen".

Der Artikel ist 33 Jahre alt. Aehnliche Argumente gab es dann spaeter beispielsweise in Bezug auf Leer-CDs und aktuell bezueglich MP3-Downloads. Und? Ist die Musik verstummt? Nein. Ganz im Gegenteil, sie ist vielseitig wie selten zuvor und das ist unter anderem auch darauf zurueckzufuehren, dass sich mittlerweile eine "Parallelwelt" (freie Musik) etabliert hat, die immer wieder ueberraschende Ergebnisse hervorbringt. Andererseits ist das Wettrennen zwischen Privatkopie und offizieller Veroeffentlichung noch immer nicht beendet, denn es gibt, wie man am leidigen Beispiel "YouTube versus Gema" sehen kann, leider sogar sehr unschoene Nebeneffekte.

Frueher standen in den Plattenlaeden etliche Plattenspieler, an denen sich jeder seine Wunschplatte vor dem Kauf anhoeren konnte. Andere haben sich die LP von Klassenkameraden ausgeliehen und auf Cassette ueberspielt. Dieses "Filesharing" hat das Vinyl- und Cassettenzeitalter ueberlebt und ist in der internetten Gegenwart angekommen. Prinzipiell hat sich nicht viel geaendert. Doch vom Kunden wird immer haeufiger erwartet, dass die "Katze im Sack" gekauft wird, denn 30-Sekunden-Vorhoerschnipsel auf Verkaufsportalen koennen nicht wirklich einen Eindruck von einem Musikwerk vermitteln. Daher "saugen" sich viele Leute die Songs anderweitig und/oder kopieren nach wie vor CDs. Die Saengerin "Gilla" hat es im oben zitierten Artikel aber schon richtig auf den Punkt gebracht: "Wenn eine Platte ein Hit ist, wird sie auch gekauft." So isses. "Mehrwert" heisst das Zauberwort, nicht "Sperrwert"…

KategorienMedien

Der letzte Bulle

13. April 2010 Kommentare ausgeschaltet

"Schimmi lebt" hiess es im Twitter, es waren Worte von Annik Rubens, die sie waehrend der Erstausstrahlung der Pilotfolge zur neuen SAT 1-Serie "Der letzte Bulle" dort hinterliess. Das machte neugierig und gluecklicherweise folgte um kurz vor Mitternacht eine Wiederholung dieser Folge…

Die Story liest sich gut: Ein rauhbeinig-anmutender "Bulle" ("Mick Brisgau", gespielt von Henning Baum) faellt Ende der 80er-Jahre ins Koma und erwacht in der Gegenwart. Seine Tochter ist erwachsen, seine Frau anderweitig gebunden. Er weiss nicht, dass Freddy Mercury tot ist, dass es Handys und Navis gibt und noch weniger kommt er mit modernen Kaffeeautomaten zurecht. Dieses "verstrahlte Jahrtausend" (Zitat), in dem er sich nun befindet, hat nicht mehr viel mit der Welt gemeinsam, die er zwanzig Jahre zuvor zwangsweise hinter sich lassen musste.

So fluechtet er einerseits in die Reste seiner alten Welt, die es tatsaechlich noch gibt und andererseits versucht er, den aktuellen Gegebenheiten mit Humor, Coolness und der Laessigkeit eines Horst Schimanski zu begegnen. Das wirkt charmant und ist interessant, obwohl der Dialogregisseur bestimmt einige Atze-Schroeder-Platten gehoert haben muss, denn manche Sprueche wirken selbst fuer 80er-Jahre-Verhaeltnisse ziemlich kuenstlich… (…aber: Nix gegen Atze! :-))

Die eigentliche Story, also der "Fall", geriet zumindest in dieser Pilotepisode recht arg in den Hintergrund. Ebenso kann kritisch angemerkt werden, dass der Findungsprozess des Helden beispielsweise in einer amerikanischen Serie bestimmt viel ausfuehrlicher gezeigt worden waere, was dieser ersten Folge sicherlich auch gut getan haette.

Ein Ermittler braucht einen Partner. In diesem Fall koennte dieser optisch als kleiner Bruder von Kaya Yanar durchgehen. Vom Wesen her soll er natuerlich das ruhige Gegenstueck verkoerpern, welches voellig auf der Hoehe der Zeit und mit saemtlichen Regeln vertraut ist. "Andreas Kringge", so sein Filmname, wirkte manchmal wie eine Art juengeres Pendant zu Schimanski’s Kumpel Thanner. Trotz guter Ansaetze blieb dieser Charakter noch verhaeltnismaessig blass, liess aber Potential nach oben durchschimmern.

Der Soundtrack war -natuerlich- achtzigerlastig. Falco’s "Kommissar" (wie treffend!), U2’s "With or without you" sowie viele andere Hits erklungen und seltenere Songs wie Steinwolke’s "Katharine" wurden ebenfalls eingeflochten.

Die Serie erinnert an die britische Serie "Life On Mars"- nur andersherum. "Der letzte Bulle" wendet sich unterhaltsam an Nostalgiker und Krimifans, ohne zu aufdringlich zu sein, was leider -zumindest in der Pilotfolge- zu Lasten der Spannung ging, denn Action-Szenen gab es kaum und die Gefahr des Fingernaegelkauens war auch nicht gegeben. Trotzdem war es nett anzusehen und machte Lust auf mehr, auch wenn die Hauptfigur nur so gerade eben noch an der voelligen Ueberzeichnung vorbeischrammte…

KategorienMedien