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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Rom in 16:9

1. August 2013 Kommentare ausgeschaltet

-Kein Spoiler-

"Rom" ist eine 22-teilige Fernsehserie, die von 2005-2007 unter anderem unter Mitwirkung der BBC produziert worden ist. Sie gilt aufgrund der Produktionskosten von ca. 100 Millionen Dollar bis heute als teuerste Fernsehserie aller Zeiten – und das sieht man auch…

Die Kulissen wirken absolut authentisch, was auch darauf zurueckzufuehren ist, dass tatsaechlich viel Wert auf vermeindliche "Kleinigkeiten", wie z.B. Mosaikelemente in den Hauswaenden, gelegt wurde. Der Computer musste nur recht selten nachhelfen. Viele Statisten beleben das Umfeld und schauspielerisch haben sich die Hauptcharaktere ueberhaupt nichts vorzuwerfen.

Caesar, Cicero, Plato, Augustus, Kleopatra und weitere, aus der Geschichte bekannte Personen, werden aeusserst lebensecht und nachvollziehbar dargestellt, wenn auch beispielsweise Kleopatra ziemlich "versext" herueberkommt. Ueberhaupt wird in dieser roemischen Fernsehlandschaft viel "kopuliert", wobei auch nicht mit eindeutigen Szenen gespart wird, was der Serie eine (voellig berechtigte) FSK-Einschraenkung einbrachte. Die Kaempfe sind blutig, die roemische High Society herrlich dekadent. Doch, die Serie macht Spass – auch, wenn die zweite Staffel nicht ganz mit der ersten mithalten kann.

Die DVDs gibt es unter anderem hier.

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oreloB – lyniV murtrhekrev

10. Juli 2013 Kommentare ausgeschaltet

via flatworld.welt.de (Clemens Wergin) :

"(…) Das Problem ist schnell beschrieben: Eine Schallplatte wird bekanntermaßen von Außen nach Innen abgespielt. Und je weiter die Nadel des Tonabnehmers auf der Rille nach Innen strebt, desto enger werden die Kreise, die die Nadel ziehen muss. Das ist ein Problem besonders bei klassischen Werken, die im Verlauf des Stückes meist dynamischer werden. Die lauten Passagen kommen so oft am Ende einer LP-Seite. Dort also, wo die größten Spurfehlwinkel auftreten und am wenigsten Platz ist für breite Rillenausschläge. Da die Geschwindigkeit der Platte gleich bleibt, aber der Kreisumfang sehr viel kleiner, muss eine immer größere Informationsdichte pro Zentimeter Rille untergebracht werden. Bei lauten Passagen führt das oft zu Verlust von Dynamik oder zu erhöhten Verzerrungen. Bei Rock, Jazz oder Pop kann man das Problem gemeinhin lösen, indem man leisere Balladen jeweils am Ende jeder LP-Seite platziert. Bei Klassik-Werken mit ihrer festgelegten Abfolge geht das nicht. Und deshalb sind laute Passagen oft gerade dort platziert, wo sie technisch am wenigsten Sinn ergeben.

Nun bieten die Techniker von Tacet eine ebenso simple wie eingängige Lösung an: Sie fangen einfach in der Mitte an, die Platte abzuspielen und hören am äußersten Rand auf. Demonstriert wird das ganze an einem klassischen Dynamik-Monster, an “Boléro” von Maurice Ravel, gespielt vom Netherlands Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Carlo Rizzi. Ich habe mir die Platte aus Neugier gekauft. Und tatsächlich ist es erst einmal gewöhnungsbedürftig, dass man den Tonarm im Innern auf die Platte absenkt. Unweigerlich fragt man sich, ob die Nadel am Ende dann vom Plattenteller fällt (so ähnlich wie die Seefahrer im Mittelalter glaubten, herunterzufallen, wenn sie am Rand der Erdscheibe angekommen würden), aber dort ist natürlich eine Endlosrille angebracht, die die Nadel sicher auffängt.

Als Hörergebnis lässt sich eigentlich nur sagen: Es funktioniert. (…)"

Eine unglaublich-einfache Idee, die allerhoechstens den Freunden der Endabschaltung eines Plattenspielers misfallen duerfte, denn die duerfte durch diese Technik ausgehebelt werden.

Natuerlich gibt es auch schon laengst Plattenspieler, die im herkoemmlichen Sinne rueckwaerts abtastan koennen, was aber bisher allerhoechstens fuer das sogenannte "Backward Masking" interessant war, um beispielsweise vermeindlich-absichtliche Botschaften auf alten Rockplatten zu entdecken.

Doch die hier beschriebene "Bolerotechnik" hat sicherlich was fuer sich, auch wenn die Spielzeit einer Platte dadurch dezimiert wird. Eine Weiterfuehrung koennte eine breitgepresste, rueckwaerts laufende 12inch-Maxi-Single sein.

Dynamik wird wieder beachtet – ein wahrer Lichtblick in der Zeit der digitalen Huellkurvenbalken, die sich auf aktuellen CDs wiederfinden…

Link zur LP: Amazon.de | Tacet – Homepage

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O-Ton im Free TV

27. Juni 2013 Kommentare ausgeschaltet

via Digitalfernsehen.de:

"(…) Der neue Free-TV-Sender ProSieben Maxx soll unter anderem aktuelle US-Serien im Orginalton mit deutschen Untertiteln zeigen. Eine entsprechende Ankündigung der am Mittwoch veranstalteten Jahresprogrammvorschau von ProSiebenSat.1 bestätigte ein Sprecher der Sendergruppe gegenüber DIGITAL FERNSEHEN. Unter den Serien, die dabei angeboten werden sollen, ist unter anderem das für Netflix produzierte Format "House of Cards" mit dem zweifachen Oscarpreisträger Kevin Spacey. (…)

Das koennte immerhin ein kleiner Lichtblick in der Privat-TV-Welt werden. Die Ausstrahlung der Originaltonspur ist im Grunde genommen schon seit Ewigkeiten ueberfaellig. In anderen Laendern ist sie wiederum schon lange allgegenwaertig, entweder als simultan uebertragene Sekundaertonspur (Schweiz, Oesterreich) oder als mit Untertiteln versehene, primaere Tonspur (Beneluxlaender, Skandinavien…).

Eine gute (!) Synchro ist natuerlich eine tolle Sache, aber schon frueher konnte den Jugendlichen aus den "Untertitellaendern" eine bessere, englische Aussprache bescheinigt werden. Der positive Lerneffekt ist somit geschichtlich belegt. Oftmals gehen Wortwitz und weitere Feinheiten bei einer Synchro verloren – oder werden durch "hingequaelte" Elemente ersetzt, was in einigen Faellen sogar sinnentstellend sein kann. Daher ist die Moeglichkeit der Anwahl des O-Tons generell sehr zu begruessen…

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Abschiedsbrief an das Fernsehen

25. Juni 2013 Kommentare ausgeschaltet

Ich will mich hier nicht mit fremden Federn schmuecken und zitiere daher nur die folgende Passage aus einem wirklich lesenswerten und mir fast hundertprozentig aus der Seele sprechenden Beitrag bei "Wortvogel.de":

" (…) Ich brauchte immer mehr den Fernseher, aber nicht das Fernsehen. Statt vorproduziertem Programm habe ich deinem Gerät ein Scart-Kabel in die Buchse gerammt und es mit “on demand”-Produkten gefüttert. Du kamst oft nicht mal mehr dazu, mir einen deiner Sender zu zeigen, bevor schon automatisch auf den USB-Stick, die externe Festplatte oder den DVD-Player umgestellt wurde.

Ja klar, WM ging immer. Eurovision Song Contest auch. Dann und wann mal eine Doku im BR, ein Themenabend auf arte. Aber auch das hat nachgelassen, da müssen wir uns nichts vormachen. Den ganzen Rest hast du mir nach und nach vergällt: mit schlechten Synchros und immer penetranteren Werbepausen, mit willkürlichen Sendeplatz-Änderungen und vor allem mit immer unsäglicheren “Formaten”, die mittlerweile vom Mittag bis in die Primetime das Programm verseuchen. Reiche Arschlöcher, asoziale Arschlöcher, doofe Arschlöcher, kochende Arschlöcher, pleite Arschlöcher, urlaubende Arschlöcher, semi-prominente Arschlöcher, singende Arschlöcher, streitende Arschlöcher, moderierende Arschlöcher. (…) "

Link zum Originalartikel : "Ich bin raus: Ein Abschiedsbrief an das Fernsehen"

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Hubba Hubba Zoot Zoot

14. Juni 2013 Kommentare ausgeschaltet

Fernsehklassiker auf DVD haben Hochkonjunktur. Vielleicht auch angestachelt durch diverse Wiederholungen in TV-Nischenprogrammen, finden nicht nur alte TV-Serienklassiker den Weg zurueck ins Gedaechtnis der potentiellen DVD-Sammler/innen, sondern auch die mittlerweile zahlreich erhaeltlichen "Best-Of-Boxen" einiger Musiksendungen aus alten Tagen.

Nach der "ZDF Hitparade", der "disco" mit Ilja Richter, dem "Musikladen" und unlaengst der "Formel Eins", sind zwischenzeitlich auch ein paar "kleinere" Musikfernsehklassiker auf DVD erschienen…


Der "WWF-Club" mit Marijke Amado, Juergen Von der Lippe (der spaeter durch Juergen Triebel ersetzt wurde) und Radio-Legende Frank Laufenberg lief in den 80er Jahren im Regionalfenster des WDR vor der Tagesschau. "WWF" stand fuer "Westdeutsches WerbeFernsehen".

Die drei Moderatoren boten allerlei konfuse Ansagen und Comedyelemente; "Bruno der Roboter" geisterte ebenfalls durch die Kulissen. Dazwischen traten tatsaechlich viele nationale und internationale Stars dort auf…


Die "Plattenkueche" hatte ihr Debut bereits Mitte der 70er Jahre und wurde 1980 eingestellt.

Frank Zander und Helga Feddersen begruessten dort unter anderem "The Stripes" (mit Nena als Frontfrau), Triumvirat, La Düsseldorf, Smokie und viele andere. Sogar die "Westfaelischen Nachtigallen" waren dabei.

Der musikalische Bogen spannte sich also vom Krautrock ueber kleine, internationale Ausfluege bis hin zum deutschen Schlager…


"Bananas" ist der juengste Spross dieses DVD-Reigens. Erst kuerzlich erschienen, bietet die 3-DVD-Box ein Wiedersehen u.a. mit den Stray Cats, Alphaville, Taco, der Schroeder Roadshow, The Nits, Zeltinger oder Marie Deutschland. Die von 1981-1984 als Nachfolge der "Plattenküche" konzipierte Show wurde von dem teilweise auch aus heutiger Sicht noch ueberraschend-witzigen Moderatorenteam bestehend aus Hans Herbert, Herbert Fux, Olivia Pascal, Gerd Leienbach und Frank Zander bestritten.
Die Titelmelodie "Hubba Hubba Zoot Zoot" ist bis heute unvergessen…

Viel Spass auf dem Sofa mit trashigen und lustigen Kultmomenten aus alten Fernsehzeiten!
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